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Menschen & Energie

Mehr als ein Stromvertrag: Wie Gotec SA seine Energiezukunft neu denkt

Drohnenaufnahme während Installation der PV-Anlage bei Gotec im Wallis mit Blick ins Rohnetal
Stromlieferung, Photovoltaik sowie Überwachung und Wartung aus einer Hand: Die Energiepartnerschaft mit IWB ist für Gotec, ein Maschinenbauunternehmen im Wallis, eine Win-win-Situation. Fotos: Planeco

Das Walliser Industrieunternehmen Gotec SA, das Elektromagnetpumpen sowie Lösungen für Heizungs- und Klimasysteme entwickelt und produziert, erzeugt seit April 2026 eigenen Strom und deckt den restlichen Bedarf seit Jahresbeginn mit erneuerbarer Energie von IWB. Der Wegbereiter für diese integrierte Energielösung war die Partnerschaft von IWB mit dem Swiss Venture Club (SVC). Für CFO Laurent Berthouzoz war die Zusammenarbeit ein strategischer Entscheid: Energie wird für Gotec damit planbar und nachhaltig.

Ein Erstkontakt am Prix SVC in Lausanne führte zur langfristigen Energiepartnerschaft zwischen IWB und Gotec. Die Basler Energiedienstleisterin war dem Walliser Unternehmen zwar als Akteurin im Strommarkt bereits ein Begriff, doch erst am SVC-Event wurde es auf IWB aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt lief der Vertrag mit dem bisherigen Lieferanten aus, Gotec holte mehrere Offerten ein und prüfte Alternativen. Ausschlaggebend war schliesslich nicht nur der Preis. «IWB gehörte zu den wenigen Anbieterinnen, die 100 Prozent erneuerbare Energie zu sehr wettbewerbsfähigen Tarifen anbieten konnten», sagt Laurent Berthouzoz, CFO bei Gotec. Das Argument überzeugte: Seit diesem Jahr bezieht Gotec jährlich rund 0.8 GWh Strom von IWB.

Laurent Berthouzoz

CFO bei Gotec SA

IWB gehörte zu den wenigen Anbieterinnen, die 100 Prozent erneuerbare Energie zu sehr wettbewerbsfähigen Tarifen anbieten konnten.

Energie wird zum strategischen Entscheid

Der Entscheid fiel in einem Marktumfeld, das sich stark verändert hat. Seit 2022 ist der Beschaffungsmarkt volatiler geworden, die Strompreise schwanken deutlich. Für die kommenden Jahre rechnet Gotec erneut mit steigenden Tarifen. «Wir mussten eine langfristige Strategie entwickeln, um unsere Produktionskosten im Griff zu behalten», sagt Laurent Berthouzoz. Die Suche nach einem neuen Strompartner war deshalb mehr als eine Beschaffungsfrage. Sie war Teil einer Strategie, um wettbewerbsfähig zu bleiben und mehr Planungssicherheit zu schaffen.

Eine Partnerin, die den Gesamtkontext kennt

Nach dem Stromvertrag erfolgte der nächste Schritt: die Realisierung einer Photovoltaikanlage. Gotec entschied sich auch hier für IWB. Wichtig war Laurent Berthouzoz, nicht für jedes Energiethema einen neuen Ansprechpartner zu haben: «Wir sind der Ansicht, dass es immer einfacher ist, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die wir kennen und denen wir vertrauen.» Der Nutzen liegt für das Unternehmen im Alltag: Weniger Partner bedeutet einfachere Abläufe, kürzere Wege und weniger Koordinationsaufwand. So entstand eine integrierte Lösung, die auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt ist: erneuerbare Stromlieferung, Eigenproduktion, Überwachung und Wartung.

Vorher-Nachher Drohnenaufnahme bei der Installation einer PV-Anlage bei Gotec SA im Wallis.
Auf dem Dach von Gotec SA produziert neu eine Photovoltaikanlage mit über 880 Modulen und 415 kWp Leistung erneuerbaren Strom. Rund 70 Prozent der Produktion sollen direkt vor Ort genutzt werden.

Leistungsstarke PV-Anlage von Planeco

Die Photovoltaikanlage ist das sichtbarste Resultat dieser Entwicklung. Die IWB-Tochter Planeco verbaute auf dem Dach des Betriebs über 880 Module mit einer Leistung von 415 kWp. Der Entscheid für die eigene Stromproduktion hatte mehrere Gründe. Der Anstieg der Energiepreise war ein wichtiger Auslöser. Gleichzeitig begünstigten die sinkenden Kosten für Photovoltaikanlagen und der hohe Eigenverbrauch die Investition. Gemäss ersten Schätzungen wird Gotec rund 70 Prozent der eigenen Produktion selbst verbrauchen. Der restliche Strom wird ins Netz eingespeist und verkauft.

Nachhaltigkeit muss wirtschaftlich sein

Als verantwortungsvolles Industrieunternehmen verfolgt Gotec seit jeher das Ziel, den CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Doch Nachhaltigkeit muss für ein KMU immer im Verhältnis zu den verfügbaren Mitteln stehen, wie Laurent Berthouzoz erklärt. Der gemeinsame Weg mit IWB verbindet deshalb zwei Ziele, die im Unternehmensalltag zusammen gedacht werden müssen: Kosten senken und Umweltziele erreichen. Gotec sieht die Photovoltaikanlage denn auch nicht als Marketinginstrument, sondern als Investition, um konkrete Ziele zu erreichen. Photovoltaik sei mittlerweile kein Symbol mehr, sondern ein Standard, sagt Berthouzoz

Laurent Berthouzoz

CFO bei Gotec SA

Dank dem Entscheid, bei der Stromlieferung und der Stromproduktion mit IWB zusammenzuarbeiten, senken wir Kosten und erreichen gleichzeitig unsere Umweltziele.
Bildaufnahme des Rohbaus von der PV-Dachanlage von Gotec SA im Wallis.
Gotec SA betrachtet die eigene Stromproduktion nicht als Marketinginstrument, sondern als Investition in tiefere Kosten, mehr Planbarkeit und konkrete Umweltziele.

Energiezukunft aktiv gestalten

Gotec bezieht nicht nur Strom, sondern gestaltet die eigene Energiezukunft aktiv – mit IWB als Partnerin, die Strom, Produktion und Service zusammen denkt und das Unternehmen dabei unterstützt, Energie wirtschaftlich und nachhaltig zu beschaffen. «IWB ist mit ihren Lösungen auf all unsere Bedürfnisse eingegangen», sagt Laurent Berthouzoz und denkt weiter: Nach ein bis zwei Jahren Betrieb will er prüfen, ob weitere Dienstleistungen interessant sein könnten, um die Energieproduktion und den Verbrauch zu optimieren.