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Menschen & Energie
Hoch hinaus
Océane Ruetsch bewegt sich als Netzelektrikerin in luftiger Höhe und in tiefen Baustellengräben. Mit ihren Einsätzen sorgt sie dafür, dass der Strom zuverlässig bis in die Haushalte gelangt.
Hinauf zum Hochspannungsmast
Immer wieder klatschen Äste gegen die Fensterscheiben des Pick-ups. Océane Ruetsch grinst, als sich das Fahrzeug über einen schmalen, steinigen und ungeteerten Weg den Hang hinaufkämpft. «Das ist der einzige Weg nach oben», sagt die Netzelektrikerin von IWB. Oben auf dem Hügel im oberaargauischen Farnern ragen die Masten einer Hochspannungsleitung in den Himmel. Die Leitung ist Teil des Hochspannungsnetzes von IWB, überspannt die Juraketten und transportiert Strom von den Kraftwerken in den Bergen bis nach Basel. Heute steht eine Kontrolle an.
Arbeiten unter freiem Himmel
Ruetsch macht sich gleich an die Arbeit. Ihr Arbeitskollege überprüft kurz ihre Schutzausrüstung. «Ich liebe das Arbeiten im Freien. Hier habe ich meine Ruhe, aber gleichzeitig auch immer tolle Kollegen um mich.»
15 Meter über dem Boden
Sie schnauft kurz durch, setzt den Helm auf und klinkt zwei Pedale in die Steigschiene des Masts ein. Mit Bewegungen wie auf einem Stepper arbeitet sie sich hochkonzentriert nach oben. Rund 15 Meter über dem Boden beginnt sie mit der Kontrolle. Mit geübtem Blick prüft sie, ob Isolatoren, Leitungen und Verbindungen in einwandfreiem Zustand sind. «Ach ja, Höhenangst sollte man bei diesem Job besser nicht haben», ruft sie lachend nach unten.
Vom Hochspannungsmast in den Kabelgraben
Doch der Arbeitsalltag einer Netzelektrikerin spielt sich nicht nur in luftiger Höhe ab. Nachdem Ruetsch und ihr Kollege die Arbeit am Hochspannungsmast abgeschlossen haben, geht es vom ländlichen Farnern zurück nach Basel. Im Lehenmattquartier zeigt sich eine andere Seite ihres Berufs. Hier kniet Océane Ruetsch im offenen Kabelgraben. Dort verlegt sie Leitungen, schliesst Gebäude ans Stromnetz an und sorgt gemeinsam mit ihren Teamkollegen dafür, dass der Strom zuverlässig in den Haushalten ankommt.
Einsatz, wenn es darauf ankommt
Wie wichtig diese Arbeit ist, merkt sie besonders dann, wenn irgendwo plötzlich die Lichter ausgehen. Erst kürzlich wurde sie an einem Freitagabend kurz vor dem Mitarbeitendenfest zu einem Piketteinsatz aufgeboten. Statt ins Festzelt ging es zusammen mit einem Kollegen auf Störungssuche – bis morgens um drei. Die beschädigte Muffe, ein Verbindungselement, das zwei Kabelstücke miteinander verknüpft, konnte im Erdreich ausfindig gemacht und repariert werden. «Wenn der Strom wieder da ist, spürt man die Dankbarkeit der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner», erzählt sie.
Ein Beruf voller Abwechslung
Seit einem Jahr arbeitet Ruetsch bei IWB. Die gelernte Elektrikerin schätzt vor allem die Vielfalt ihres Berufs. Mal führt er sie auf Freileitungsmasten, mal hinunter in einen Kabelgraben mitten in der Stadt. «Ich lerne praktisch jeden Tag etwas Neues dazu», sagt sie. Kaum ist der Helm wieder verstaut, steigt sie zurück ins Auto und fährt Richtung Feierabend. «Langweilig wird es mir in diesem Beruf bestimmt nie», sagt die Netzelektrikerin zum Abschluss.
IWB als Arbeitgeberin
Unsere Aufgabe ist: Menschen und Unternehmen in der Region Basel versorgen – mit Strom, Wärme, Trinkwasser, Telekom- und Mobilitätslösungen. Und zwar rund um die Uhr. Zudem gestalten wir die klimafreundliche Energiewelt von morgen. Hier geht es zu unseren offenen Stellen.
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