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Klimadreh
Magazin

Energiegeschichten

Versorgung rund um die Uhr: Energiepartnerschaft mit dem Spital FELIX PLATTER

Simon Schüpbach im Innenhof des Spitals FELIX PLATTER
Simon Schüpbach verantwortet als Leiter Facility Management beim Spital Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER eine Infrastruktur, die rund um die Uhr verfügbar sein muss. (Fotos: Timo Orubolo)

Ein Spital lässt sich nicht pausieren: Strom, Wärme und Kälte müssen Tag und Nacht verfügbar sein, während Kosten und Emissionen sinken sollen. Die Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit mit IWB: für sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie, planbare Beschaffung und Beratung mit Verständnis für den Spitalbetrieb.

Der im Jahr 2019 bezogene Neubau wirkt grosszügig. Natürliches Licht, ein angenehmes Raumklima sowie begehbare Dachgärten schaffen eine wohltuende Umgebung für die geriatrischen Patientinnen und Patienten. Das filigrane Aluminiumband in Pflanzenoptik vor den Fenstern erinnert an das botanische Erbe des Gründers Felix Platter (1536–1614). Rund 800 getrocknete Heilpflanzen umfasst das bis heute erhaltene Herbarium des Basler Arztes, der als Mitbegründer der Schweizer Rechtsmedizin gilt.

Doch das angenehme Raumklima hat seinen Preis: Bei hohen Aussentemperaturen kann der Stromverbrauch um bis zu 20 Prozent steigen. Denn während im Winter Fernwärme für ein wohliges Klima sorgt, werden die Zimmer im Sommer über Kühldecken temperiert und zudem entfeuchtet. Trotz Optimierung sei der Stromverbrauch im Spital konstant hoch, sagt Simon Schüpbach, der seit 2020 das Facility Management der Universitären Altersmedizin FELIX PLATTER leitet. «Bei uns läuft vieles digital, dazu kommen Lüftung, Kälte, Wasseraufbereitung, Küche, Pflege und zwei Datencenter. Entscheidend für den Spitalbetrieb ist deshalb ein zuverlässiges Netz, das jederzeit verfügbar ist.» Doch auch für den Notfall hat das Spital vorgesorgt: Im Keller lagern Dieselreserven für drei Tage, Nachschub wäre gesichert.

Simon Schüpbach vor dem Spital FELIX PLATTER
Nachhaltigkeit endet für Simon Schüpbach nicht an der Spitaltür: Er fährt täglich mit dem Velo von Bättwil zur Arbeit.

Beschaffung braucht Voraussicht und Vertrauen

Energie ist ein hoher Budgetposten, starke Preisschwankungen können ein Spital empfindlich treffen. Doch Schüpbach hat vorgesorgt: Für die Jahre 2025 bis 2029 hat er mit IWB über eine öffentliche Ausschreibung einen neuen Vertrag abgeschlossen, der das Stromprodukt Flow beinhaltet. Dabei verteilt IWB den Einkauf über einen längeren Zeitraum und fasst die Preisentwicklung zu einem Durchschnittspreis zusammen. Das glättet Risiken und erleichtert die Budgetplanung. «Ich will mich nicht jeden Tag um den Energiepreis kümmern müssen, aber wir möchten trotzdem eine kostengünstige und marktnahe Lösung», sagt Schüpbach. Für ihn gehört eine vorausschauende Beschaffung zu einem professionell geführten Haus.

Persönlicher IWB-Ansprechpartner als Sparringpartner

Der Wert der Zusammenarbeit zeigt sich für ihn auch im persönlichen Austausch. Alain Gehrig ist Account Manager im Vertrieb von IWB und der persönliche Ansprechpartner von Simon Schüpbach. Dieser schätzt die kompetente Beratung: «Die Strombeschaffung ist komplex. Während der Ausschreibung brauchte ich einen Spezialisten, mit dem ich den Markt und die Möglichkeiten diskutieren konnte. Alain Gehrig war für mich ein idealer Sparringpartner». Schüpbach schätzt es, dass er ihn jederzeit anrufen kann und zu allen Themen immer zeitnah eine professionelle Antwort erhält, ganz gleich, ob es sich um Strom, Wärme oder Wasser handelt.

Simon Schüpbach im Interview
«Dass wir für verschiedene Energiethemen nur einen Ansprechpartner haben, ist im Alltag sehr praktisch», sagt Simon Schüpbach.

Nachhaltigkeit mit Mehrwert für alle

Möglichst nachhaltig zu wirtschaften, ist für Schüpbach und den Einkauf von FELIX PLATTER selbstverständlich. Diese Haltung lebt er auch persönlich: Er fährt täglich mit dem Velo von Bättwil zur Arbeit. Der Strom, den das Spital seit 2012 über einen Stromvertrag bei IWB bezieht, stammte schon immer aus erneuerbarer Energie. Dass er mit IWB einen Partner hat, der sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und somit grüne Energie liefert, sei praktisch, denn: «Ein Faktor ist immer erfüllt», sagt er und lacht.

Auf dem Dach des Spitals produziert eine Photovoltaikanlage im Sommerhalbjahr rund zehn Prozent des Strombedarfs. Wärme bezieht das Minergie-Haus seit 2019 über das IWB-Fernwärmenetz, das in der Nachhaltigkeitsbeurteilung des Spitals als CO2-neutral gilt. Das spart Platz und Know-how. «Wir brauchen keinen Heizer mit spezieller Ausbildung mehr», sagt Schüpbach. Seit 2020 betreibt IWB in der Tiefgarage zudem eine Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.

Anspruchsvolles Netto-Null-Ziel

Die Netto-Null-Strategie von Basel-Stadt bis 2037 bezeichnet Schüpbach für ein Spital als anspruchsvoll. Im Energiebereich sei FELIX PLATTER dank IWB gut unterwegs, während die Themen Verpflegung und Materialbeschaffung in Bezug auf die Vorgaben des Kantons herausfordernd seien. Dennoch konnte der Food Waste innerhalb eines Jahres um 50 Prozent reduziert werden. Übriggebliebene Menus in Kartonverpackung kann man beispielsweise ab 16 Uhr günstig kaufen. 

Simon Schüpbach

Leiter Facility Management bei FELIX PLATTER

Ich will mich nicht jeden Tag um den Energiepreis kümmern, aber wir brauchen trotzdem eine kostengünstige und marktnahe Lösung.

Steigender Energieverbrauch trotz Optimierung

Der Gesamtenergieverbrauch steigt dennoch jährlich um fünf bis acht Prozent, weil das Spital wächst. Innerhalb von sieben Jahren beschäftigt es fast 25 Prozent mehr Personal, zudem wurden neue Prozesse eingeführt. Das Facility Management optimiert jedoch Licht, Komfortfunktionen und Gebäudetechnik laufend. Nicht jeder Raum ist beim Betreten sofort perfekt temperiert. Das erfordert einen Kompromiss zwischen Komfort und Ressourcenschonung.

Fazit: Sicherheit schafft Vertrauen

Ein Spital braucht einen Energiepartner, der Versorgungssicherheit als Teil des klinischen Betriebs versteht, marktgerechte Preise anbietet und erreichbar ist. Für Schüpbach stimmt diese Kombination: «Bis jetzt ist immer alles reibungslos gelaufen. Die Versorgung ist zuverlässig, wir erhalten nachhaltige Energie zu einem guten Preis und haben Planungssicherheit.» Er lächelt zufrieden und ergänzt: «Diese Verlässlichkeit brauchen wir im Spital, deshalb rechnen wir mit einer langfristigen Partnerschaft mit IWB.»