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Klimadreh
Magazin

Das Projekt

Heute die Heizung ersetzen, morgen an die Fernwärme

Felix Stäckli von Liwa Immobilien steht vor dem Gas-Mietkessel im Keller.
Fotos: Timo Orubolo

Wer heute in Basel-Stadt eine alte Heizung ersetzen muss, kann nicht immer sofort auf Fernwärme umsteigen, da diese noch nicht überall verfügbar ist. Für solche Fälle bietet IWB eine pragmatische und finanziell attraktive Übergangslösung mit Rundum-Service an, bis der Fernwärmeanschluss verfügbar ist.

Als beim Mehrfamilienhaus am Claragraben 35 vor ein paar Jahren die Heizung ersetzt werden musste, stand für die Immobilienbesitzer fest: Langfristig soll das Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden. Nur war diese damals noch nicht im Quartier verfügbar. Für die Liegenschaftsverwaltung stellte sich deshalb die Frage, wie sich die Zeit bis zum Anschluss sinnvoll überbrücken lässt. «Zuvor gab es im Haus eine Gasheizung, die wir aus Altersgründen ersetzen mussten», blickt Felix Stöckli, Geschäftsführer der Liwa Immobilien AG, zurück. «Gemeinsam mit IWB schauten wir, was in unserer Situation möglich war.»

Für die Zeit bis zum Netzanschluss stellte IWB für das Gebäude einen Gaskessel als Mietlösung bereit, um die Wärmeversorgung im Haus sicherzustellen. Im Sommer wird dieser zurückgebaut und durch eine Fernwärmeumformerstation ersetzt, da die Strasse dann mit Fernwärme erschlossen sein wird. «Mit dem Mietkessel haben wir gute Erfahrungen gemacht», sagt Felix Stöckli. «Die Anlage ist pflegeleicht und der Rundum-Service von IWB entlastet uns. Wir haben einen direkten Ansprechpartner und sind gut betreut.»

Felix Stäckli (Liwa Immobilien) und Serafino De Luca (IWB) stehen vor der Liegenschaft am Claragraben 35
Die Liegenschaft am Claragraben 35 ist ein Beispiel dafür, wie Hauseigentümerschaften den Wechsel zur Fernwärme frühzeitig planen können.

«Heizungsabo» mit umfassendem Service

Wenn eine Heizung ausfällt oder absehbar ans Ende ihrer Lebensdauer kommt, bleibt oft wenig Zeit zum Handeln. Gleichzeitig stellt sich für Hauseigentümerinnen und -eigentümer sowie für Liegenschaftsverwaltungen die Frage, welche Lösung nicht nur heute Sinn macht, sondern auch in einigen Jahren. «Dort, wo Fernwärme geplant ist, der Anschluss aber noch nicht bereitsteht, braucht es eine Lösung, die beides zusammenbringt: ein warmes Haus im Jetzt und einen klaren Weg Richtung Fernwärme», sagt Serafino De Luca, Kundenberater bei IWB.

IWB stellt ihren Kundinnen und Kunden einen fossilen Heizkessel zur Miete bereit und übernimmt, abgesehen vom Einbau durch einen Installateur, praktisch alles, was im Betrieb anfällt. Dazu gehören Wartung, Feuerungskontrolle, Störungsbehebung und Pikettdienst. «In unserem Mietvertrag sind sämtliche Dienstleistungen inbegriffen. Es ist eine Art Heizungsabo», erklärt der Kundenberater. Die Kosten richten sich nach der Leistung des Mietkessels. Für ein Einfamilienhaus mit bis zu 15 Kilowatt liegen sie bei rund 1400 Franken pro Jahr, für ein grosses Mehrfamilienhaus mit bis zu 150 Kilowatt bei rund 3000 Franken. Hinzu kommen die Kosten für den Einbau und den Energieverbrauch.

Ausnahmebewilligung für die Installation

Möglich ist die Installation der fossil betriebenen Mietheizung, weil das Amt für Umwelt und Energie (AUE) dafür eine befristete Ausnahmebewilligung erteilt. Voraussetzung ist, dass es sich um eine Übergangslösung handelt und sich die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer verpflichten, später auf Fernwärme umzusteigen.

Immobilienbesitzerinnen und -besitzer sowie Verwaltungen können die Zeit bis zum Anschluss an die Fernwärme überbrücken, ohne unter Zeitdruck eine andere definitive Lösung zu finanzieren. «Mit der Übergangslösung hat IWB eine sehr gute Option geschaffen», stellt Felix Stöckli fest. «So konnten wir auch unsere Investitionen auf mehrere Jahre verteilen.»

Der Gas-Mietkessel steht im Keller am Claragraben 35.
Im Sommer ersetzt IWB den Gas-Mietkessel am Claragraben 35 durch den Fernwärmeanschluss. Der Gaskessel kommt anschliessend in einer weiteren Liegenschaft zum Einsatz, die von der Übergangslösung profitiert.

IWB steht der Kundschaft von Anfang an zur Seite

Nicht jede erneuerbare Energielösung lässt sich in jedem Gebäude sinnvoll umsetzen. Gerade in dicht bebauten Quartieren sind Erschliessung und technische Machbarkeit oft entscheidend. «Viele Energielösungen kamen in unserer Liegenschaft unter anderem wegen Platzmangels nicht in Frage», sagt Felix Stöckli. «Fernwärme ist kosteneffizient und passt auch zu den Platzverhältnissen in unserem Keller.»

Gerade deshalb ist eine frühe Planung wichtig. Wird ein Gebiet mit Fernwärme erschlossen, gehen die IWB-Mitarbeitenden rechtzeitig auf die Anwohnerschaft zu. «Normalerweise melden wir uns drei Jahre im Voraus bei den Hauseigentümerinnen und -eigentümern. Wir fragen nach, ob sie Interesse an Fernwärme haben. Nach einer individuellen Begehung und Beratung erstellen wir ein Angebot», sagt Serafino De Luca.

Felix Stäckli (Liwa Immobilien) im Gespräch mit IWB-Kundenberater Serafino De Luca.
Persönliche Beratung vor Ort: Felix Stäckli von Liwa Immobilien (links) im Gespräch mit IWB-Kundenberater Serafino De Luca.

«Ich würde diesen Weg auch anderen empfehlen»

Wichtig ist dabei auch der Blick auf kantonale Unterstützungsbeiträge für erneuerbar betriebene Heizsysteme. Für die Übergangslösung sind sie möglich, wenn die Eigentümerschaft sich verpflichtet, von Gas auf Fernwärme umzusteigen. Auch hier wurde Liwa Immobilien von IWB unterstützt. «Rückblickend habe ich das sehr positiv in Erinnerung», sagt Felix Stöckli. «Der IWB-Kundenberater hat mich proaktiv kontaktiert und auf den Anspruch auf Unterstützungsbeiträge aufmerksam gemacht.» Ohne diesen Hinweis hätte er diese Möglichkeit wohl nicht genutzt. Die Beiträge decken knapp die Hälfte der Gesamtkosten für die Installation der Übergangslösung und den Fernwärmeanschluss und entlasten die Eigentümerschaft damit wesentlich. Für Felix Stöckli ist deshalb klar: «Ich würde diesen Weg auch anderen empfehlen.»

Unterstützungsbeiträge für Mietheizkessel

Im Kanton Basel‑Stadt wird das Gasnetz schrittweise stillgelegt und bis 2037 ausser Betrieb genommen. Falls Ihre Liegenschaft über eine Gasheizung verfügt, sollten Sie den Heizungsersatz deshalb frühzeitig planen. Wo verfügbar, gilt Fernwärme als beste Alternative zur Gasheizung. Für die Installation eines Mietheizkessels als Übergangslösung im Rahmen des IWB‑Angebots können Sie unter bestimmten Voraussetzungen einen öffentlichen Unterstützungsbeitrag beantragen. Die Höhe des Beitrags richtet sich nach der Leistung des Mietheizkessels. Weitere Infos finden Sie beim Amt für Umwelt und Energie.