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Nachhaltigkeitsstrategie

Titelbild Fokus 2016, Blick über Basel bei Abenddämmerung
Mit der Nachhaltigkeitsstrategie nimmt IWB ihre Verantwortung für heutige und nachfolgende Generationen wahr, gleichzeitig wird der unternehmerische Erfolg unterstützt.

Grundlage der IWB Nachhaltigkeitsstrategie sind internationale, nationale und kantonale Rahmenbedingungen sowie die Wesentlichkeitsanalyse (siehe Abbildung unten). Die Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt die Sustainable Development Goals (SDGs) und die Erwartungen der IWB Anspruchsgruppen. Ziel dieser Analyse ist die Identifizierung von Schwerpunkten bzw. wesentlichen Handlungsfeldern des unternehmerischen Engagements für die nachhaltige Entwicklung. Für alle wesentlichen Handlungsfelder hat IWB ambitionierte Nachhaltigkeitsziele beschlossen.

Auf dieser Seite finden sich die Rahmenbedingungen (1), die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (2) und der Wesentlichkeitsprozess (3). Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie sind im Geschäftsbericht 2019 im Nachhaltigkeitsbericht zu finden.

Grundlagen der IWB Nachhaltigkeitsstrategie

1. Rahmenbedingungen

Grundlage für die IWB-Nachhaltigkeitsstrategie bilden internationale, nationale und kantonale Rahmenbedingungen. Als internationale Rahmenbedingung berücksichtigt IWB die Sustainable Development Goals (SDGs), und ergänzt damit den klassischen Wesentlichkeitsprozess.

Internationale Rahmenbedingungen

Der globale Referenzrahmen steht seit 2016 fest: mit dem Beschluss der Sustainable Development Goals (SDGs) an der Klimakonferenz in Paris 2015 sowie der anschliessend verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der UNO. Diesen Aktionsplan sollen alle UNO Mitgliedsstaaten gemeinsam umsetzen. Sie sind aufgefordert, zur nachhaltigen Entwicklung der Menschheit und des Planeten entsprechende Massnahmen zu allen SDGs zu ergreifen.

Nationale Rahmenbedingungen

Auf nationaler Ebene ist die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundes (SNE) 2016–2019 relevant. Die darin formulierten Visionen und Ziele orientieren sich an den globalen Zielen der Agenda 2030. Die Strategie des Bundes ab 2020 ist noch nicht publiziert.

Kantonale Rahmenbedingungen

IWB ist gemäss Eignerstrategie des Regierungsrats des Kantons Basel-Stadt angehalten, ein Nachhaltigkeitsmanagement zu betreiben, um die kontinuierliche Verbesserung in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Dazu gehört auch, jährlich einen entsprechenden Bericht zu erstellen, der über Ziele und Massnahmen von IWB Rechenschaft ablegt.

2. Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Ökonomie

Die ökonomische Dimension von Nachhaltigkeit bezieht sich auf die Auswirkungen von IWB als im Markt agierendem Unternehmen. Sie bezieht sich somit auf den konkreten Einfluss von IWB auf die wirtschaftliche Lage der Stakeholder und auf das Wirtschaftssystem – lokal, national und international.

Als ökonomisch nachhaltiges Unternehmen reagiert IWB auf die weitreichenden Veränderungen in der Energiebranche mit der Strategie smart IWB 2020.

Ökologie

Die ökologische Dimension von Nachhaltigkeit betrifft die Auswirkungen der unternehmerischen
Aktivitäten auf die Natur, einschliesslich der Ökosysteme im Boden, im Wasser und in der Luft.

IWB hat eine konsequent ökologische Ausrichtung, will ihren ökologischen Fussabdruck weiter verringern und langfristig die erneuerbare Vollversorgung erreichen. Darum setzt sich IWB ambitionierte Ziele zur Reduktion der CO2-Emissionen im eigenen Unternehmen und bei den Kunden, die sich am Klimaziel von Paris und an einer Begrenzung der Klimaerwärmung um maximal 1,5 Grad orientieren. Mehr erfahren

Soziales

Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit betrifft die Auswirkungen auf das soziale Umfeld von IWB, insbesondere auf IWB-Mitarbeitende und auf von IWB-Tätigkeiten direkt und indirekt Betroffene.

Als sozial nachhaltiges Unternehmen nimmt IWB ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und unterstützt in der Region Basel gezielt ökologisch und sozial nachhaltige Projekte, zum Beispiel mit dem IWB Öko-Impuls.

3. Wesentlichkeitsprozess

Der IWB Wesentlichkeitsprozess basiert auf dem Wesentlichkeitsprozess der GRI-Standards 2016. Der GRI-Prozess wurde ergänzt, vor allem um die Sustainable Development Goals (SDGs) entsprechend zu berücksichtigen. 

Schritt 1: Ausgangslage

Ausgehend von einer sogenannten "Long list", einer detaillierten Liste von IWB Nachhaltigkeitsthemen und Handlungsfeldern, wird ein SDG-Mapping durchgeführt um besonders relevante SDGs zu identifizieren.

Schritt 2: Wesentlichkeits- analyse

Unter Einbindung von externen und internen Stakeholdern (Stakeholder-Engagement) wird eine Impact-Analyse durchgeführt, um herauszufinden welchen Auswirkungen (Impact) das Unternehmen auf die nachhaltige Entwicklung bzw. das jeweilige SDG hat. 2018 führte IWB die Impact-Analyse in Form von zwei Experten-Workshops durch. Dabei wurden über 300 Personen der wichtigsten Anspruchsgruppen (Stakeholder) befragt und in den Prozess einbezogen.

Schritt 3: Wesentliche Handlungsfelder

Die sogenannte Wesentlichkeitsmatrix hat sich etabliert, um die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse einfach und übersichtlich darzustellen. Gemäss GRI Standards wird auf der Y- Achse die Perspektive aller Stakeholder-Gruppen auf die ausgewählten Handlungsfelder dargestellt. Die X-Achse zeigt die Ergebnisse der Impact-Analyse, also den wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des jeweiligen IWB Handlungsfeldes. IWB hat die Ergebnisse der Impact-Analyse auf Basis einer dreistufigen Skala dokumentiert: tief, mittel, hoch. 

Schritt 4: Strategie

Auf Basis der Handlungsfelder mit hoher und mittlerer Priorität hat IWB eine Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. Diese wurde in strategische und operative Ziele übersetzt. Weitergehend wurden Massnahmen zur Umsetzung dieser Ziele konzipiert. Mittels Indikatoren/KPIs wird die Zielerreichung geprüft.

Für die Periode 2019-2022 hat IWB folgende prioritäre Handlungsfelder identifiziert:

  1. Reduktion CO2-Ausstoss/Dekarbonisierung
  2. 100 Prozent erneuerbarer Strom aus Eigenproduktion
  3. Aus- und Weiterbildung erweitern
  4. Nachhaltige Mobilität
  5. Nachhaltige Beschaffung
  6. Innovation/neue Produkte, Dienstleistungen
  7. Energieeffizienz beim Kunden
  8. Gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe
  9. Natur- und Artenschutz

Da die SDGs und SDG Targets für die Länder- oder Regierungsebene formuliert und damit zu wenig konkret für Unternehmen sind, ist es notwendig die SDGs auf Unternehmensebene zu übertragen bzw. zu «übersetzen». Das passiert im Prozessschritt «Datengrundlagen schaffen».

Auf Basis des Impacts des Unternehmens und der Datengrundlagen in Bezug auf die SDGs kann IWB ihren angemessenen Beitrag in den wesentlichen Handlungsfeldern definieren und leisten. Basierend auf diesen Handlungsfeldern fokussiert IWB ihre Nachhaltigkeitsstrategie und ihre Zielsetzung bis 2022. Als Resultat diese Prozesses wurden die 5 Nachhaltigkeitsziele bis 2022 formuliert.

Ziel 1: Reduktion CO2-Ausstoss eigener und gesamter Energieabsatz: gegenüber 1990 minus 40 Prozent bis 2020 und minus 67 Prozent bis 2030

Ziel 2: Nachhaltige Mobilität: bis 2022 mehr Ladeinfrastruktur und Dienstleistung, Elektrifizierung von Fahrzeugen und eigene Flotte

Ziel 3: Nachhaltige Beschaffung: Erarbeitung Konzept nachhaltige Beschaffung, Umsetzung ab 2020

Ziel 4: Arbeitgeberin IWB: Investition in moderne Anstellungs- und Arbeitsbedingungen sowie in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Ziel 5: Natur- und Artenschutz: Erhaltung, Wiederherstellung und nachhaltige Nutzung von Ökosystemen in Region Basel und Schweiz

 

Schritt 5: Strategie- integration

Die erarbeitete Nachhaltigkeitsstrategie ist Grundlage für Anpassungen der Unternehmenstruktur. Die Kulturentwicklung schafft bei Mitarbeitern und Kunden ein Bewusstsein und Akzeptanz für die Nachhaltigkeitsziele. 

Im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert IWB die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie den Fortschritt beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele.