Wärmepumpe verursacht hohe Stromkosten. Kann eine Solaranlage helfen?
Wärmepumpe geplant oder bereits installiert? Mit Solarstrom vom eigenen Dach senken Sie die Kosten für Heizung und Warmwasser.
Das Wichtigste in Kürze:
- Eine Wärmepumpe benötigt je nach Gebäude, Dämmung und System rund 3000 bis 6000 kWh Strom pro Jahr.
- Eine Solaranlage kann einen Teil dieses Bedarfs decken. Besonders gut passen Solarproduktion und Wärmepumpe bei der Warmwasserbereitung sowie in der Übergangszeit zusammen.
- Im Winter ist der Solarertrag gering, während der Heizbedarf besonders hoch ist. Entscheidend ist deshalb die Bilanz über das gesamte Jahr.
- Der zusätzliche Stromverbrauch kann die Wirtschaftlichkeit einer gut dimensionierten Solaranlage verbessern. Eine grössere Anlage ist jedoch nicht automatisch sinnvoll.
Warum eine gemeinsame Planung sinnvoll ist.
Wenn Ihre Öl- oder Gasheizung in die Jahre kommt oder ersetzt werden muss, lohnt es sich, Wärmepumpe und Solaranlage gemeinsam zu prüfen. Dabei ist eine realistische Einordnung wichtig: Den meisten Strom benötigt die Wärmepumpe im Winter – genau dann, wenn die Solaranlage vergleichsweise wenig produziert. Die direkte energetische Synergie ist deshalb begrenzt.
Gut zusammenspielen können beide Systeme vor allem in der Übergangszeit und bei der Warmwasserbereitung. Dann kann die Wärmepumpe einen Teil des Solarstroms direkt nutzen und dadurch den Eigenverbrauch der Solaranlage erhöhen.
Auch bei der Planung und Installation ergeben sich Vorteile. Elektrische Anschlüsse, Steuerung und Leitungsführung lassen sich frühzeitig aufeinander abstimmen. Bei einer ersetzten Öl- oder Gasheizung kann beispielsweise der nicht mehr benötigte Kamin – sofern baulich geeignet – als Steigzone für die Kabel der Solaranlage genutzt werden. Das kann die Installation vereinfachen und den baulichen Aufwand reduzieren.
Warum die Stromrechnung steigt
Eine Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus benötigt je nach Gebäude, Dämmung und System rund 3000 bis 6000 kWh Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Haushalt ohne Wärmepumpe verbraucht häufig rund 4000 kWh. Der gesamte Strombedarf kann sich durch die Wärmepumpe somit nahezu verdoppeln oder sogar darüber liegen.
Wie viel davon durch eine Solaranlage gedeckt werden kann, hängt stark von der Anlagengrösse, dem Gebäude und dem Verbrauchsprofil ab. Entscheidend ist deshalb, beide Systeme sorgfältig zu dimensionieren und realistisch aufeinander abzustimmen.
Solardeckung über das Jahr
Wie viel des Wärmepumpen-Stroms eine Solaranlage typischerweise deckt:
| Jahreszeit | Solarertrag | Anteil WP-Strom gedeckt | Eigenverbrauch des Solarstroms |
|---|---|---|---|
| Sommer | hoch | grosser Teil | mittel - Überschuss wird eingespeist |
| Übergangszeit | mittel | teilweise | hoch |
| Winter | tief | gering | fast 100% , die Wärmepumpe nimmt praktisch allen Strom ab |
Qualitative Richtwerte. Der genaue Anteil hängt von Anlagengrösse, Dach und Verbrauch ab
Wärmepumpe und Solaranlage richtig aufeinander abstimmen
Wärmepumpe und Solaranlage produzieren und verbrauchen nicht immer gleichzeitig Energie: Von November bis März benötigt die Wärmepumpe am meisten Strom, während die Solaranlage vergleichsweise wenig erzeugt. Im Sommer ist es umgekehrt – dann benötigt die Wärmepumpe hauptsächlich Energie für die Warmwasserbereitung.
Entscheidend ist deshalb die Bilanz über das gesamte Jahr. In der Übergangszeit und bei der Warmwasserbereitung kann die Wärmepumpe einen Teil des Solarstroms direkt nutzen. Im Winter wird der geringere Solarertrag zwar beinahe vollständig im Haus verbraucht, deckt jedoch nur einen kleinen Teil des hohen Heizstrombedarfs.
Die Solaranlage sollte deshalb nicht allein auf den Winterbedarf der Wärmepumpe ausgelegt werden. Die passende Grösse richtet sich nach dem gesamten Jahresverbrauch, der verfügbaren Dachfläche und weiteren Verbrauchern wie einem E-Auto. Eine intelligente Steuerung kann Warmwasserbereitung und Heizung gezielt in sonnenreiche Stunden verschieben und so den Eigenverbrauch erhöhen. IWB unterstützt Sie dabei.
Warum sich Eigenverbrauch lohnt
Ihren Solarstrom nutzen Sie am besten selbst. Denn was Sie aus dem Netz beziehen, kostet mehr, als Sie für eingespeisten Strom erhalten. Je mehr Sonnenstrom Sie direkt im Haus verbrauchen, desto wirtschaftlicher wird es für Sie.
Die passendste Option je Ausgangslage
| Ausgangslage | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|
| Öl-/ Gasheizung über 15 Jahre alt | Heizungsersatz einplanen, Wärmepumpe und Solaranlage gemeinsam prüfen, kantonale Vorgaben klären |
| Heizung defekt oder kurz vor Lebensende | Rasche Beratung: Ersatz so planen, dass die Anforderungen erfüllt werden und förderfähig bleibt. |
| Wärmepumpe bereits installiert, hohe Stromrechnung | Solaranlage nachrüsten und auf den Mehrverbrauch auslegen. |
| Solaranlage vorhanden, Wärmepumpe geplant | Prüfen, ob Anlagegrösse und Steuerung passen. Ggf. erweitern |
Ob Heizungsersatz oder bestehende Wärmepumpe: Eine Solaranlage kann Ihre Stromkosten deutlich senken und den Eigenverbrauch erhöhen. In einem kostenlosen Beratungsgespräch prüfen wir Ihre individuelle Situation, bewerten das Potenzial Ihres Dachs und zeigen Ihnen die passende Kombination für Ihr Zuhause auf.
Warum IWB? IWB Solar Experts sind für Sie da
Hinter Ihrer Energielösung steht IWB – mit spezialisierten Fachbetrieben, die vor Ort planen und umsetzen. Diese Fachbetriebe sind Tochterunternehmen von IWB. Für Sie heisst das: eine Ansprechperson, eine verantwortliche Gruppe, regionale Nähe von der Beratung bis zum Betrieb.
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bei Ein- und Mehrfamilienhäuser
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Weitere Fragen und Antworten
Im tiefsten Winter ist der Ertrag tief. Die Wärmepumpe läuft aber das ganze Jahr, auch für Warmwasser. Über Frühling, Sommer und Herbst deckt Ihr eigener Strom einen erheblichen Teil. Massgebend ist die Jahresbilanz. Und: Den Winterstrom Ihrer Anlage nutzen Sie fast vollständig selbst – das stärkt die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
Die Kombination ist besonders attraktiv: Die Solaranlage liefert günstigen Strom für die Wärmepumpe und senkt Ihre laufenden Heizkosten. Je mehr Solarstrom Sie selbst nutzen, desto schneller amortisiert sich die Anlage.
Am meisten bringt ein Dach mit Süd-, Ost- oder Westausrichtung, möglichst wenig Schatten und ab 35 m² freier Fläche. Auch Flachdächer lassen sich gut nutzen. Ob Ihr Dach geeignet ist, prüfen wir im Beratungsgespräch.
Je nach Kanton gelten unterschiedliche Vorgaben für erneuerbare Wärme. IWB plant den Ersatz so, dass er die Anforderungen erfüllt. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber.
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird über das Gebäudeprogramm und kantonale Beiträge gefördert. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt von Ihrem Kanton und Ihrer Gemeinde ab. Alle Programme für Ihren Wohnort finden Sie im Ratgeber Förderung für Solaranlagen.
Nein. Beides lässt sich unabhängig realisieren. Wirtschaftlich am attraktivsten ist meist die gemeinsame Planung – die sinnvolle Reihenfolge für Ihren Fall klären wir im Gespräch.
Im Gespräch prüfen wir Ihre Situation, schätzen Kosten und Förderung und zeigen Ihnen Ihre Möglichkeiten. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.
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