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Trinkwasserqualität

Trinkwasser ist eines der am besten überwachten Lebensmittel überhaupt. Unsere Mitarbeitenden entnehmen regelmässig, teilweise täglich, an rund hundert Stellen Wasserproben. Die Fachleute im Labor analysieren und beurteilen das Wasser bis ins Detail.

IWB überwacht das Trinkwasser an den Stellen, wo Risiken vorhanden sind und wo die einzelnen Prozessstufen etwas bewirken. So prüfen Mitarbeitende laufend die sichere Wasseraufbereitung. Kontrollpunkte befinden sich dort, wo das Rheinwasser in die Trinkwasserproduktion gelangt und das Grundwasser angereichert wird. Gefahren lauern vor allem im Bereich Bau und Montage. Deshalb prüft IWB gezielt jede Leitung, die ersetzt oder neu gebaut wird. Zudem führt IWB immer wieder Stichproben im Trinkwassernetz – etwa an den Hydranten – sowie in den Reservoiren und öffentlichen Brunnen durch.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe und Qualitätsdaten

Stoff in 1 Liter Trinkwasser* Täglicher Bedarf Wirkung
Hydrogencarbonat 188 mg 3000 mg Säure-Basen-Haushalt
Calcium 61.6 mg 800 mg Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für die Blutgerinnung und die Muskeltätigkeit
Sulfat 31.7 mg 100 mg Gallen- und Darmtätigkeit

Chlorid

15.9 mg 830 mg Säure-Basen-Haushalt
Natrium 12.0 mg 550 mg Säure-Basen-Haushalt
Magnesium 8.5 mg 500 mg Knochenaufbau, Enzymaufbau. Verhindert Muskelkrämpfe                   
Nitrat 7.8 mg 40 mg/L** Nährstoff für Pflanzen
Kieselsäure 5.5 mg 10-40 mg Knorpel, Bindegewebe, Knochen, Haare, Zähne, Nägel
Kalium 1.9 mg 2000 mg Funktionsfähigkeit der Zellen, besondere Nerven und Muskeln
Fluorid 0.11 mg 1.5 mg**

Knochen und Zähne, kein Zusatz im Trinkwasser

Aluminium <0.005 mg 0.2mg/L** natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers, entbehrlich

*Mittelwert 2016     **Höchstwert nach Trinkwasserverordnung (TBDV)

Bakteriologie  
Gesamtkeimzahl < 1 KBE/mL
E.coli 0 KBE/100mL
Enterokokken 0 KBE/100mL

 

pH-Wert Wasserhärte
7.7 18.8 °fH bzw. 10.7 °dH

KBE: Kolonienbildende Einheiten (Anzahl Bakterien)
Mittelwerte aus den Untersuchungen der Trinkwasserabgabestelle Lange Erlen des Jahres 2016.
Alle Resultate entsprachen den gesetzlichen Anforderungen

 

Qualitätsanforderungen

Gesetzliche Grundlagen

Die geforderten Qualitätswerte an Trinkwasser sind in der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) festgeschrieben.

Höchstwerte

Seit dem 01.05.2017 gilt in der Schweiz eine neue Lebensmittelgesetzgebung. Die neuen Bestimmungen orientieren sich weitgehend am EU-Recht. Grundlegende Änderungen ergeben sich durch den Wegfall des Toleranz- und Grenzwertkonzeptes. An dessen Stelle tritt das Höchstwertkonzept. Dies bedeutet keine strikte Trennung mehr zwischen Werten, deren Überschreitung eine Gesundheitsgefährdung bewirken und Werten, welche die «gute Herstellungspraxis» konkretisieren. In Sachen Trinkwasser setzt sich IWB für eine «glasklare» Kommunikation ein. Denn Vertrauen zum Wasser bedeutet an erster Stelle eines: Vertrauen in die dahinterstehenden Unternehmen und Behörden.

Zielwert

Der Zielwert funktioniert als Kontrollschwelle. Übersteigt ein Messwert den Zielwert, löst das IWB-intern eine Reihe von Massnahmen aus. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Trinkwasserbrunnen vorsorglich abgeschaltet wird oder zusatzliche Reinigungen veranlasst werden. Übrigens: Der Zielwert liegt mit wenigen Ausnahmen unter den gesetzlichen Höchstwerten – und ersetzt sie gar dort, wo diese fehlen. Somit sind wir noch strenger als die Gesetzgebung. Daran ändert sich auch mit den neuen gesetzlichen Vorgaben nichts.

Fluoridierung des Trinkwassers

Der Grosse Rat des Kantons Basel-Stadt hat im Jahr 2003 entschieden, die Fluoridierung des Trinkwassers als Massnahme zur Karies-Prophylaxe aufzuheben. Seit dem 01.07.2003 wird dem Basler Trinkwasser kein Fluorid mehr zugesetzt. Bevor das Wasser jedoch in das Trinkwassernetz geleitet wird, erfolgt eine Desinfektion mit ultraviolettem Licht.

Basler Brunnen

Nahaufnahme eines Brunnens

Im Stadtgebiet betreibt IWB über 200 öffentliche Brunnen. Sie sind Kulturgut und «Visitenkarte» der Stadt.

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