IWB plant beim Fernheizkraftwerk Volta den Bau eines grossen Wärmespeichers. Mit dem Wärmespeicher schafft IWB die Voraussetzungen, künftig klimaneutral produzierte Wärme effizienter ins Basler Fernwärmenetz zu integrieren. Der Speicher ist ein wichtiger Baustein in der Dekarbonisierung der Basler Fernwärmeversorgung und ein wichtiger Beitrag zur Erreichung des Netto-null-Ziels des Kantons Basel-Stadt.
Fakten
- IWB wird die Fernwärmeproduktion bis 2035 auf 100 Prozent Abwärme und erneuerbare Energien umstellen.
- Beim Fernheizkraftwerk Volta soll dank eines neuen Wärmespeichers CO2 in der Fernwärmeproduktion eingespart werden.
- Am Standort Volta wird IWB die Dekarbonisierung weiter vorantreiben.
Heute stammen noch rund 20 Prozent der Basler Fernwärme aus Erdgas. IWB arbeitet daran, diesen Anteil schrittweise zu reduzieren und die Wärmeversorgung weiter zu dekarbonisieren: Bis 2035 soll die Basler Fernwärme zu 100 Prozent aus Abwärme und erneuerbaren Energieträgern gewonnen werden. Dazu baut IWB in Basel neue Produktionsanlagen und stellt bestehende Anlagen um: Kürzlich hat IWB im Heizwerk Bahnhof eine Holzpelletanlage in Betrieb genommen. Ein weiterer wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung der Fernwärme ist ein Wärmespeicher beim Fernheizkraftwerk Volta.
Der Wärmespeicher wird es ermöglichen, CO2-neutral erzeugte Wärme aus Produktionsanlagen wie der Kehrichtverwertungsanlage und den Holzkraftwerken zwischenzuspeichern und zeitlich flexibel zu nutzen. Wärme, die tagsüber nicht unmittelbar benötigt wird, kann als heisses Wasser gespeichert und während Bezugsspitzen frühmorgens oder abends ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Dadurch werden mit Erdgas betriebene Fernwärmeanlagen seltener eingesetzt und der fossile Anteil in der Produktion sinkt. Der Wärmespeicher Volta ist mit einer Kapazität von 400 Megawattstunden der grösste Speicher im Basler Fernwärmenetz. Am Dolderweg steht seit 2020 ein Speicher mit 45 Megawattstunden Kapazität.
Das Fernheizkraftwerk Volta
Der Standort Volta ist der wichtigste Knotenpunkt der Basler Fernwärmeversorgung. Auf dem Areal produziert IWB heisses Wasser für das Fernwärmenetz, Dampf als Prozessenergie sowie Strom. Dafür laufen auf dem Areal drei Hauptleitungen des Fernwärmenetzes zusammen.
Die Weiterentwicklung des Standorts umfasst mehr als nur den geplanten Wärmespeicher. In den letzten zwei Jahren hat IWB im Fernheizkraftwerk einen «Multifuel-Kessel» für die Dampf- und Fernwärmeproduktion eingebaut. Derzeit läuft er mit Erdgas – in Zukunft kann er auf Holzstaub oder auf erneuerbare Gase umgestellt werden.
Zeitlicher Verlauf der Projekte
Derzeit liegen die Pläne für den Wärmespeicher öffentlich auf. Nach aktuellem Stand der Planung und abhängig vom Bewilligungsprozess beginnt der Bau des Wärmespeichers voraussichtlich im Winter 2026/2027. Der Bau des Speichers wird rund zwei Jahre dauern.
Daten Wärmespeicher
Höhe: 42 Meter ab 2. Untergeschoss, 35 Meter ab Erdgeschoss
Durchmesser: 12 Meter
Volumen: 3500 Kubikmeter
Kapazität: 400 Megawattstunden (Heizleistung von 7000 Haushalten)
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Bildmaterial
Visualisierung Speicher Fernheizkraftwerk Volta
Auf dem Areal des Fernheizkraftwerk Volta plant IWB den Bau eines Wärmespeichers.
Bildnachweis: e-bau GmbH
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