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Medienmitteilungen

Vorarbeiten zur langfristigen Schliessung des Geothermie-Bohrlochs in Basel

27. August 2026

Seit rund 20 Jahren ruht das Geothermie-Bohrloch in Basel und wird eng überwacht. Nachdem das Projekt der Tiefengeothermie 2009 offiziell beendet wurde, sieht das langfristige Konzept den Rückbau des Bohrlochs vor. Um den Rückbau sicher vorzubereiten, finden nun die notwendigen Arbeiten zur technischen Zustandsbestimmung der Bohrung in der Tiefe statt.

Fakten

  • Langfristig soll das Bohrloch zurückgebaut und verschlossen werden.
  • Das Bohrloch in Kleinhüningen wird permanent überwacht; die seismische Aktivität hat in den letzten Jahren messbar abgenommen.
  • Nun wird ein Verschluss in rund 730 Metern Tiefe aufgebohrt, um den Rückbau vorzubereiten und den Zustand das gesamten Bohrlochs zu untersuchen.

Im Winter 2006/2007 kam es in Basel durch Einpressen von Wasser in das Geothermie-Bohrloch zu spürbaren Erdbeben. Nach dem Ende des Geothermie-Projektes im Jahr 2009 wurde das Bohrloch in der Folge im April 2011 verschlossen. Seit 2012 lässt der Kanton Basel-Stadt die Seismizität in der Nähe des Bohrlochs durch den Schweizerischen Erdbebendienst (SED) überwachen. 2017 wurde das Bohrloch kontrolliert geöffnet, um den Überdruck im Untergrund zu entlasten. Seither hat sich die Seismizität deutlich reduziert. In rund 730 Metern Tiefe hat sich durch Ablagerungen ein Verschluss gebildet, der nun entfernt werden soll. Anschliessend soll die komplette Bohrlochwand bis in eine Tiefe von 4700 Metern untersucht und gereinigt werden.

Langfristiger Verschluss des Lochs

Das langfristige Konzept der Bohrlocheigentümerin IWB sieht vor, das Loch endgültig zu schliessen und rückzubauen. Der Kanton Basel-Stadt begrüsst dieses Vorgehen und hat ein entsprechendes Konzept im Jahr 2020 gutgeheissen. Die nun anstehende Untersuchung ist notwendig für den geplanten Rückbau und dauerhaften Verschluss. 

Bohrung und Untersuchung

Mit einem mobilen Bohrturm – ähnlich wie bei der Bohrung einer Erdsonde – wird zunächst der Verschluss aufgebohrt. Die Arbeiten werden von einem auf Bohrungen spezialisierten Unternehmen aus dem Mittelland ausgeführt. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass durch diese Arbeiten keine Erdstösse ausgelöst werden. Die Seismizität in der Nähe der Bohrung wird auch während dieser Arbeiten vom Schweizerischen Erdbebendienst überwacht.

Die Arbeiten finden an Werktagen zwischen dem 07.09.2026 und dem 09.10.2026 auf dem Werkareal von IWB statt. Zeitweise Lärmemissionen zu den gängigen Arbeitszeiten sind unvermeidbar. IWB und das von ihr beauftragte Unternehmen reduzieren diese auf ein Minimum und treffen entsprechende Vorkehrungen zur Eindämmung.

Anschliessend wird mit Ultraschallkameras und Wandstärkenscannern das Bohrloch untersucht und die Bohrlochwand gereinigt. Eine Begleitgruppe, bestehend aus Geothermie-Experten, Fachleuten des Schweizerischen Erdbebendienstes, des Gesundheitsdepartementes des Kantons Basel-Stadt und der Energieversorgerin IWB, befürwortet diesen nächsten Schritt, nachdem die seismische Aktivität in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Auf Basis des Zustands wird die Begleitgruppe beurteilen, welche Schritte zur dauerhaften Schliessung des Bohrlochs geeignet sind.

Bildmaterial

Mobiler Bohrturm

Mobiler Bohrturm zVg. IWB

Bildnachweis: IWB

JPG

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Medienanfragen

Erik Rummer

Leiter Unternehmenskommunikation

+41 61 275 96 58

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