Wo einst Kehricht abgeladen wurde, entsteht nun erneuerbarer Strom. IWB nimmt die Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Kehrichtdeponie «Hinterm Chestel» in Liesberg erfolgreich in Betrieb. Neben der anspruchsvollen Topologie stellte auch der Schutz von Natur und Artenvielfalt eine Herausforderung dar.
Fakten
- IWB hat die Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Deponie in Liesberg erfolgreich in Betrieb genommen.
- Die Anlage produziert jährlich rund 4 Gigawattstunden Solarstrom für etwa 1000 Haushalte.
- Bei der Umsetzung legte IWB grossen Wert auf ein umweltverträgliches Zusammenspiel von Energiegewinnung und Natur.
Einst eine Tongrube, dann eine Kehrichtdeponie und heute ein Ort der erneuerbaren Stromproduktion. Wo früher Abfall angeliefert worden war, hat die Basler Energieversorgerin IWB in den vergangenen Monaten modernste Technik anliefern lassen: IWB hat auf der ehemaligen Deponie der Kehrichtbeseitigung Laufental-Schwarzbubenland AG (KELSAG) eine Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energieproduktion gebaut. Seit Ende Frühjahr erzeugen 7608 Solarmodule auf einer Fläche von rund 25’000 Quadratmetern Solarstrom. Mit einer installierten Leistung von rund 3,7 Megawatt wird die Anlage jährlich knapp 4 Gigawattstunden Solarstrom produzieren – das entspricht in etwa dem Verbrauch von 1000 durchschnittlichen Haushalten. Claus Schmidt, CEO von IWB, sagt: «Vor dem Hintergrund des künftig erhöhten Energiebedarfs gewinnt die inländische Energieproduktion zunehmend an Bedeutung. Die Anlage in Liesberg ist ein weiterer konkreter Beitrag von IWB zur Energiewende und zur Stärkung der Versorgungssicherheit.»
Bau unter herausfordernden Bedingungen
Mit dem Projekt nutzt IWB eine vorbelastete, anderweitig nur eingeschränkt nutzbare Fläche für die erneuerbare Energieproduktion. Der Bau auf dem Gelände der ehemaligen Kehrichtdeponie stellte besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung – insbesondere in Bezug auf Untergrund und langfristige Stabilität. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter das IWB-Tochterunternehmen Planeco, konnte IWB das Projekt auf dem teilweise sehr steilen Deponiehügel erfolgreich realisieren.
Energieproduktion im Einklang mit der Natur
Die Photovoltaikanlage in Liesberg ist weit mehr als ein reines Energieprojekt. IWB hat lokale Natur- und Umweltorganisationen von Beginn an eng in die Planung einbezogen, sodass ökologische Anliegen konsequent berücksichtigt werden konnten. Indem die PV-Module näher zusammengerückt und höher aufgeständert wurden, konnte IWB um die Solarmodule gezielt Lebensräume für Reptilien, Insekten und Amphibien schaffen. Dazu gehören neu angelegte Biotope, strukturreiche Flächen sowie ein Schmetterlingskorridor entlang der angrenzenden Waldränder. Schmidt betont: «Die Photovoltaikanlage in Liesberg veranschaulicht beispielhaft, wie sich erneuerbare Energieproduktion und ökologische Anliegen erfolgreich miteinander verbinden lassen.»
Die Anlage zeigt, wie mit grossem Engagement und Pioniergeist auch herausfordernde Flächen sinnvoll genutzt werden können. Über den Deponiehügel schmiegt sich die Solaranlage und rundherum entsteht neues Leben.
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Bildmaterial
PV-Anlage Liesberg KELSAG
Drohnenaufnahme der PV-Anlage «Hinterm Chestel» auf der ehemaligen Kehrichtdeponie der KELSAG in Liesberg.
Bildnachweis: Christian Aeberhard
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PV-Anlage Liesberg KELSAG
Drohnenaufnahme der PV-Anlage «Hinterm Chestel» auf der ehemaligen Kehrichtdeponie der KELSAG in Liesberg.
Bildnachweis: Christian Aeberhard
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Inbetriebnahme PV-Anlage KELSAG in Liesberg
Symbolischer Akt zur Inbetriebnahme der PV-Anlage auf der ehemaligen Kehrichtdeponie der KELSAG in Liesberg (v.l.n.r.): Edmund Frey Kuron, CEO KELSAG, Claus Schmidt, CEO IWB.
Bildnachweis: Simon Havlik
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