Ab dem 1. Januar 2027 werden die Anliefertarife für die Entsorgung von Abfällen in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) in Basel angehoben. Die Anpassung ist eine Reaktion auf stark gestiegene Betriebs- und Infrastrukturkosten in den letzten Jahren. Die Gebühren für Kehrichtsäcke in Basel-Stadt bleiben unverändert.
IWB erhöht die Anliefertarife der KVA Basel einheitlich um 25 Franken pro Tonne über alle Tarifstufen. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat diese Anpassung an seiner Sitzung vom 30.06.2026 genehmigt. Nach drei Tarifsenkungen in den letzten 15 Jahren ist dies nun die erste Tariferhöhung seit langem. In den vergangenen Jahren sind die Betriebs- und Infrastrukturkosten der Anlage um rund 30 % gegenüber dem Niveau 2019 gestiegen. Die Tarifanpassung erfolgt nach vorgängiger Anhörung des Preisüberwachers.
Hauptursachen für die Anpassung sind verschärfte umweltrechtliche Vorgaben und die Nachrüstung der sogenannten sauren Flugaschenwäsche. Die damit verbundenen höheren Abschreibungen sowie der steigende Einsatz von Chemikalien erhöhen die laufenden Kosten erheblich.
Die KVA verarbeitet jährlich 225’000-235’000 Tonnen Abfall aus Basel-Stadt, Basel-Landschaft, dem Landkreis Lörrach, dem Unteren Fricktal und dem Laufental-Schwarzbubenland. Im Vergleich zu anderen schweizerischen Kehrichtverwertungsanlagen liegen die aktuellen Tarife der KVA Basel unter dem Durchschnitt. Die vorgesehene Erhöhung positioniert die KVA nun im mittleren Preissegment.
Im Kanton Basel-Stadt führt die Tarifanpassung nicht zu einer Erhöhung der Kehrichtsack-Gebühren. Die erwartete Mehrbelastung in der Abfallrechnung wird über bestehende Rückstellungen und die bereits auf 01. Januar 2026 erhöhte «Bebbi-Sack-Gebühr» abgefangen.
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