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Elektromobilität

Ladelösung für Unternehmen: Planung, Vorteile und Umsetzung

Ratgeber

Frau schliesst E-Auto an Ladestation an

Mit einer eigenen Ladeinfrastruktur wird Ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende attraktiver. Investieren Sie jetzt in die Mobilität der Zukunft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ladeinfrastruktur steigert Unternehmensattrakivität für Mitarbeitende und Kunden
  • AC- und DC-Ladelösungen bis 300 kW verfügbar
  • Eigenverbrauch von Solarstrom kann optimiert werden
  • Förderprogramme je nach Region verfügbar
  • Betrieb und Abrechnung können ausgelagert werden

Eine Ladelösung für Unternehmen umfasst die Planung, Installation und den Betrieb von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auf Firmenarealen. Sie ermöglicht Mitarbeitenden, Kunden und Flottenfahrzeugen das Laden direkt vor Ort und wird zunehmend Teil moderner Unternehmensinfrastruktur.

Warum eine Ladelösung für Unternehmen sinnvoll ist

Mit der steigenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen wächst der Bedarf an Ladeinfrastruktur. Unternehmen profitieren durch höhere Attraktivität, bessere Kundenbindung und eine stärkere Positionierung im Bereich Nachhaltigkeit.

Welche Ladelösungen gibt es?

AC-Ladestationen

  • Für längere Standzeiten
  • Kostengünstig
  • Ideal für Mitarbeitende

DC-Schnellladestationen

  • Bis 300 kW Ladeleistung
  • Für Flotten und Kunden
  • Schnelle Ladezeiten

Wie sich die beiden Ladestationen im Detail unterscheiden, finden Sie in unserem Ratgeber.

Planung einer Ladelösung im Unternehmen

Die Planung einer Ladelösung für Unternehmen beginnt immer mit einer fundierten Bedarfsanalyse. Entscheidend ist, wie viele Fahrzeuge heute und in Zukunft geladen werden sollen, wie lange sie typischerweise vor Ort stehen und ob es sich um Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden oder eine eigene Fahrzeugflotte handelt. Diese Nutzungsmuster bestimmen, welche Ladeleistung sinnvoll ist und wie viele Ladepunkte benötigt werden.

Darauf aufbauend folgt die technische Umsetzung. Dabei wird geprüft, ob der bestehende Netzanschluss ausreicht oder verstärkt werden muss. Gleichzeitig spielt ein intelligentes Lastmanagement eine zentrale Rolle: Es verteilt die verfügbare Leistung auf mehrere Ladepunkte und verhindert teure Lastspitzen. So lässt sich die vorhandene Infrastruktur effizient nutzen, ohne unnötige Ausbaukosten zu verursachen.

Ein zusätzlicher wirtschaftlicher Vorteil ergibt sich, wenn die Ladeinfrastruktur mit einer Photovoltaikanlage kombiniert wird. Unternehmen können den selbst produzierten Solarstrom direkt für das Laden von Elektrofahrzeugen nutzen und so den Eigenverbrauch erhöhen. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage und reduziert gleichzeitig die Energiekosten im Betrieb. Besonders sinnvoll ist dies bei planbaren Ladezeiten, etwa während der Arbeitszeit.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Betrieb im Alltag. Dazu gehören eine zuverlässige Abrechnung der Ladevorgänge, die Verwaltung von Nutzergruppen sowie die laufende Überwachung und Wartung der Anlage. Moderne Systeme ermöglichen es zudem, die Ladeinfrastruktur schrittweise zu erweitern. Unternehmen bleiben dadurch flexibel und können ihre Ladelösung an den wachsenden Bedarf anpassen.

Ablauf der Grundinstallation

Förderprogramme in der Schweiz

Förderprogramme können die Investition in eine Ladelösung für Unternehmen deutlich reduzieren. In der Schweiz sind diese je nach Kanton und Gemeinde unterschiedlich geregelt. Häufig werden sowohl die Ladeinfrastruktur selbst als auch die dafür notwendige Grundinstallation finanziell unterstützt.

Eine gute erste Übersicht über aktuelle, kantonale Programme bietet Swiss eMobility. Für Unternehmen in der Region Basel lohnt sich zudem ein Blick auf die spezifischen Förderangebote vor Ort.

Da sich Förderbedingungen regelmässig ändern, empfiehlt es sich, die aktuellen Programme frühzeitig in die Planung einzubeziehen.

Häufige Fragen

Für Standorte mit längeren Parkzeiten, etwa für Mitarbeitende, sind AC-Ladestationen in der Regel ausreichend und kosteneffizient. Für Flotten, Logistik oder Kundenparkplätze mit hoher Frequenz eignen sich hingegen DC-Schnellladestationen, da sie deutlich kürzere Ladezeiten ermöglichen.

Die Kosten hängen von Anzahl Ladepunkten, Ladeleistung und Netzanschluss ab. Einfache AC-Lösungen sind deutlich günstiger als DC-Schnellladestationen. Für eine verlässliche Einschätzung ist eine individuelle Planung notwendig.

Ja, eine Ladelösung kann mit einer Photovoltaikanlage kombiniert werden, sodass Elektrofahrzeuge direkt mit selbst produziertem Solarstrom geladen werden. Das erhöht den Eigenverbrauch und verbessert die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage, insbesondere bei Ladezeiten während des Tages.

Ja, in der Schweiz existieren je nach Kanton und Gemeinde Förderprogramme für Ladeinfrastruktur und teilweise auch für die Grundinstallation. Da sich die Programme unterscheiden und regelmässig ändern, lohnt sich eine frühzeitige Abklärung für den jeweiligen Standort.