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Positiv fürs Klima

Immer mehr Quartiere zeigen, wie klimaschonend leben geht. Vorne dabei: das Westfeld, wo IWB dabei unterstützt, eine umfassende Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Text: Paul Drzimalla; Visualisierung: wohnen&mehr

 

Er ist eine Gewissheit, die uns herausfordert: der Klimawandel. Dass er geschieht, ist klar. Seine Folgen zeichnen sich immer deutlicher ab, konkret heissere Sommer und mildere Winter. Dass wir rasch auf ein Leben ohne fossile Energieträger umstellen müssen, diese Einsicht teilen immer mehr. Und doch können sich die wenigsten vorstellen, wie so ein Leben aussieht. Deshalb kann man gar nicht hoch genug schätzen, was im Basler Westfeld gerade entsteht: eine Blaupause für das klimaverträgliche Leben.

 

Energieeffizienz als Vision

Auf rund 35 000 Quadratmetern lässt die Baugenossenschaft wohnen&mehr im Westfeld ein gemischtes Quartier entstehen. Mit Gewerbe, Quartiertreffpunkt, Freiflächen, vor allem aber mit 500 Wohnungen. Noch bevölkern Baumaschinen das Areal rund um das frühere Felix Platter-Spital, welches Teil der Überbauung wird. Denn die Voraussetzungen für das energieeffiziente, klimaneutrale Leben müssen erst geschaffen werden: Eine eigene Photovoltaikanlage wird einst den Strom liefern, der die Wärmepumpenheizung, Speicherbatterien und Elektroautos der Bewohner versorgt. Zusätzlicher Strom aus dem Netz soll nur nach «naturemade star»-Standard bezogen werden, dem strengsten Ökostromlabel der Schweiz. Ein Anschluss an das Basler Fernwärmenetz ergänzt, ebenfalls erneuerbar, die Wärmeversorgung.

Die hohen Standards sind kein Zufall: Das Westfeld ist als 2000-Watt-Areal konzipiert. So will es die Baugenossenschaft, die sich diesen Baustandard selber auferlegt hat. «Wir haben denjenigen Standard gesucht, der uns garantiert, dass energetisch besonders effizient gebaut und später gewohnt wird», sagt Claudio Paulin, Co-Geschäftsleiter der Genossenschaft. Diese hat als Infrastrukturpartnerin schliesslich IWB gewählt, die im Westfeld sämtliche Energie- und Infrastrukturlösungen realisiert.

 

Umfassend gedacht

«Dass wir erneuerbare Energiequellen für Strom und Wärme brauchen, war uns von vornherein klar», so Paulin. «IWB hat jedoch weitere innovative Ansätze ins Spiel gebracht, die uns helfen, das Ziel zu erreichen.» Die Bauherrschaft im Westfeld verfolgt einen integrierten Gedanken. «Wie wollen wir zusammenleben?», war die Frage von wohnen&mehr. Die Gemeinschaft soll gefördert werden, ein neues Zentrum im Quartier entstehen. Dazu die Energieeffizienz, und weitere Massnahmen ergeben plötzlich Sinn. So ist ein Carsharing-Angebot geplant, bei gleichzeitig reduzierter Parkplatzzahl. Auch eine geteilte Ladeinfrastruktur für Elektroautos und E-Bikes gehört zum Konzept und wird von wohnen&mehr und IWB realisiert – in enger Zusammenarbeit.

«Es hat uns sehr motiviert, die Bauherrschaft bei ihrer Vision einer nachhaltigen und lebenswerten Quartiersentwicklung zu unterstützen», meint ­Sebastian Schillinger, Leiter Produktmanagement bei IWB. Dies erfordere neben einem innovativen Energiesystem auch die Vernetzung vieler Bausteine. Als Contractingpartnerin hat IWB dafür gesorgt, dass die Anlagen optimal geplant sind. So ist die Photovoltaikanlage auf sehr hohen Eigenverbrauch ausgelegt, der produzierte Strom soll also möglichst vor Ort genutzt werden. Grundlage dafür sind der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV), die Wärmepumpenheizung, die im Sommer auch für Kühlung sorgt, sowie der Batteriespeicher, der nachts zur Verfügung steht, um beispielsweise Elektroautos zu laden.
 


Einsatz, von dem alle profitieren

Neben den ökologischen haben Baugenossenschaft und IWB im Westfeld auch ökonomische Ambitionen. Das sei ein starkes Signal, meint ­Sebastian Schillinger: «Auf dem Westfeld beweisen wir, dass es möglich ist, alle ökologischen Standards zu erfüllen und dennoch nicht teurer zu sein als heutige konventionelle Lösungen.» Die Bewohner sollen von bezahlbarer Energie und Mobilität profitieren können. Leben in der klima­freundlichen Zukunft soll kein ökonomisches Privileg sein. Allerdings erfordere das auch Einsatz. «Wir zeigen hier, was in einem modernen Quartier möglich ist.» Doch IWB zeige noch mehr: Commitment. Über fünf Millionen Franken investiert IWB im Westfeld. Als Contractor ist sie Eigentümerin der Energie-infrastruktur und verantwortlich für den Betrieb.

Noch kann niemand sagen, wie sich die Menschen auf dem Areal einst genau verhalten werden. Gleichzeitig möchte man ihnen einen möglichst detaillierten Einblick in ihren Energieverbrauch geben und diesen durch die Steuerung der Geräte optimieren. Solche Ambitionen bringen Herausforderungen mit sich. «Wir arbeiten gemeinsam mit der Baugenossenschaft daran, diese digitalen Services auszugestalten», meint Sebastian Schillinger. «Mit dem energetischen Nutzungskonzept steht aber der Rahmen, damit die Vision der Bauherrin funktionieren kann.» Eine Vision des gemeinschaftlichen Lebens. Klimaneutral, offen für alle. Etwas, worauf man sich freuen kann. 


Die lokale Wärmelösung

Wärme aus erneuerbaren Energien ist auf dem Vormarsch. Von der grossen Erfahrung, die IWB in diesem Bereich hat, könnten Gemeinden in der ganzen Schweiz profitieren. Eine Aufgabe, wie geschaffen für Bruno Jordi.

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Energierichtplan Basel-Stadt

Wie heizt mein Quartier? Seit 2017 hat Basel-Stadt ein neues Energiegesetz, das den Ersatz von Öl- und Gasheizungen nur noch in Ausnahmefällen zulässt. Der im April 2020 veröffentlichte Energierichtplan zeigt, in welchem Gebiet welche Wärmeversorgung infrage kommt. Der Richtplan und weiterführende Informationen finden sich auf der Seite des Amts für Umweltschutz des Kantons Basel-Stadt, mehr Informationen zu Wärmelösungen auf der Seite von IWB.

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