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Die Cloud lernt heizen

IWB bringt Digitalisierung und Dekarbonisierung zusammen. Mit der «Serverheizung» wird die Abwärme von kleinen Rechenzentren genutzt. Eine erste Anlage läuft bereits.

 

Text: Claude Beauge; Fotos: Timo Orubolo

Es ist ein heisses Ding, dieses Internet. Und zwar wortwörtlich: Denn wo immer Daten verschickt werden, müssen diese auch verarbeitet werden. Cloud, «Internet der Dinge», künstliche Intelligenz & Co. verlangen nach immer mehr Rechenzentren, und die produzieren Wärme. Bisher ein ungenutztes Abfallprodukt, soll sie jetzt zum Heizen genutzt werden. Serverheizung heisst das Prinzip, das IWB gerade mit dem französischen Startup Neutral-IT in die Schweiz bringt.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Statt einer konventionellen Heizung steht im Keller ein kleines Rechenzentrum. Dessen Abwärme wird aufgefangen und an das Wärmeverteilsystem im Gebäude ge­leitet, wo sie Wasser und Raumluft erwärmt. Dass dieses Prinzip auch funktioniert, zeigt ein Projekt in einem Basler Mehrfamilienhaus. Dort erzeugt eine Serverheizung von IWB rund 33 Megawattstunden Wärme pro Jahr. Zum Vergleich: Der jährliche Wärmebedarf eines durchschnittlichen Ein­familienhauses beträgt rund 20 Megawattstunden.

Der Hauptvorteil der Serverheizung liegt auf der Hand: Ihr «Rohstoff» – die Abwärme – ist etwas, das in unserer digitalen Welt ohnehin entsteht, aber bisher ungenutzt verpufft oder sogar auf­wendig abgeführt werden muss. Die einzige Energiequelle ist Strom, der für IWB-Kunden 100 Prozent erneuerbar ist. Ebenfalls IWB-spezifisch ist der Einsatzbereich der Serverheizung. Während die bisherigen Anlagen von Neutral-IT nur Warmwasser aufbereitet haben, erzeugt die IWB-Heizung beides: Warmwasser und Gebäudewärme.

Das Potenzial der Serverheizung ist gross: Dank ihrer geringen Grösse kann sie zum Beispiel dort eingesetzt werden, wo der Platz für eine Pellet­heizung samt Lager fehlt. Auch dort, wo der Anschluss an das Basler Fernwärmenetz nicht möglich ist, bietet sich eine Serverheizung als erneuerbare Alternative an – bei vergleichbaren Kosten. Ein überzeugendes System, und zugleich ein weiterer Baustein für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Basel.

 


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