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Das Leben vor der Haustür

In den Langen Erlen sieht man, was Biodiversität ist. Und warum wir sie brauchen.

 

Text: Paul Drzimalla; Illustrationen: Patrizia Stalder

1 Totholz

Vielerorts in den Langen Erlen finden sich Haufen aus altem Holz. Dieses ist nicht einfach vergessen worden, sondern wurde bewusst so platziert. Denn die Totholzhaufen sind Lebens- und Rückzugsorte für Käfer, Bienen und andere Insekten. Aber auch Säugetiere wie Igel und Hermelin halten sich hier gerne auf.

2 Feldhase

Früher waren «Meister Lampe» und andere Wildtiere regelmässige Gäste auf unseren Feldern und Weiden. Seit 50 Jahren geht ihr Bestand aufgrund der intensiven Landwirtschaft zurück. Umgekehrt heisst das: Wo Hasen sind, ist die Natur intakt. Dank der schonenden Landwirtschaft in den Langen Erlen sind Feldhasen hier heimisch.

3 Steinkauz

«Hiiuu! Hiiuu!» Der Ruf des Steinkauzes war beinahe verstummt. Denn wie viele Vogelarten war der kleine Greifer dem Aussterben nah, in der Nordwestschweiz gab es ihn nicht mehr. Dank gezielten länderübergreifenden Massnahmen – wie der Aufwertung von Obstwiesen und Hecken mit finanzieller Unterstützung von IWB – kommen Wiedehopf, Wendehals & Co. zurück.

4 Wildbiene

Die Biene bringt nicht nur den Honig – das emsige Insekt ist vor allem Bestäuberin von Bäumen und Pflanzen und damit für den Fortbestand vieler Arten verantwortlich. Neben der Honigbiene gibt es Hunderte andere, wild lebende Arten, die zum Teil stark gefährdet sind. Steinmauern und andere Nisthilfen sind wertvoller Lebensraum.

5 Libelle

Ein schillernder, gelb-grüner Fleck, der durch die Luft schwirrt – wer die Keiljungfer sieht, weiss, wie faszinierend Libellen sind. Da es in Mitteleuropa immer weniger Flussauen gibt, in denen Arten wie die Westliche Keiljungfer heimisch sind, brauchen sie Ersatzlebensräume. So wie die künstlichen Weiher in den Langen Erlen.

6 Laubfrosch

Flache, warme Gewässer, die regelmässig austrocknen, daneben ein warmes, bewachsenes Ufer: Das sind die Biotope, die Pionierarten wie Laubfrosch und Gelbbauchunke brauchen. Ihre Populationen sind stark dezimiert und isoliert. Deshalb werden in den Langen Erlen von ProNatura mit Unterstützung von IWB neue Weiher angelegt.

 


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Wozu Biodiversität?

Artenreichtum ist kein Selbstzweck. Von einer grossen Biodiversität profitiert der Mensch unmittelbar. Denn viele verschiedene Arten bilden ein stabiles und gesundes Ökosystem. In den Langen Erlen hat dieses Ökosystem eine besondere Funktion: Es ist Einzugsgebiet für den Grossteil des Trinkwassers von Basel, das aus dem Grundwasser gewonnen wird. Der Boden ist dabei nichts anderes als ein grosser, natürlicher Filter. Dabei hilft die Biodiversität: Bäume, die Schatten spenden, Pflanzen, deren Wurzeln den Boden durchlässig machen, Bakterien und andere Kleinstlebewesen, die Stoffe aufnehmen. Als Grundeigentümerin der Langen Erlen sorgt IWB dafür, dass die Biodiversität erhalten bleibt. Denn wenn die Natur über der Erde intakt ist, ist sie es auch darunter.

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