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Das Ladenetz der Stadt entsteht

200 Stationen in fünf Jahren – dieses ambitionierte Ziel hat IWB für das öffentliche Ladenetz in Basel-Stadt. Wo die Stationen gebaut werden sollen und was das mit dem Stromnetz zu tun hat.

 

Text: Paul Drzimalla; Fotos: Timo Orubolo

Die E-Autos erobern die Strassen der Stadt. Schon heute zeichnet sich dieses Szenario ab, und in nur wenigen Jahren ist es Realität – zumindest in Basel-Stadt. Bis Ende 2026 werden hier 200 neue öffentliche Ladestationen in Betrieb sein. So verlangt es das Gesamtkonzept Elektromobilität des Kantons Basel-Stadt. Die Ladestationen als zentralen Teil des Konzeptes wird IWB in den nächsten Jahren erstellen – und ist heute schon dabei. IWB folgt dabei aber nicht einfach einem politischen Auftrag. «Wir sehen ganz klar eine steigende Nachfrage», erklärt Manuel Vischer, Geschäftsfeldentwickler Mobilität bei IWB und damit auch involviert im Ausbau des Ladenetzes. Die Anzahl der Autos mit Stecker steige von Jahr zu Jahr – sowohl im Portfolio der Hersteller als auch bei den Neuzulassungen.


Möglichst wenig Baustellen

Da in der Stadt viele Autobesitzer keinen eigenen Abstellplatz haben, ist es nur logisch, dass Ladestationen an öffentlich zugänglichen Orten erstellt werden. Doch wo genau? IWB will die besten Standorte herausfinden und bezieht dabei unter anderem die Rückmeldungen ihrer Kundinnen und Kunden ein. Neben der zukünftigen Nutzung spielt ein weiterer Punkt beim Ausbau der Ladeinfrastruktur eine Rolle: das Stromnetz. Schliesslich ist eine Ladeinfrastruktur nur gut, wenn sie auch zuverlässig funktioniert und sich überhaupt in vernünftiger Zeit aufbauen lässt.

Bei der Suche nach neuen Standorten achtet IWB deshalb auch darauf, dass sie diese effizient und mit vertretbarem Aufwand ins Basler Stromnetz einfügen kann. Sprich: Gibt es vor Ort ­genügend Leistung und wo befindet sich der nächste Netzknoten? «Unser Ziel ist es, die Anzahl der Baustellen für den Ausbau des Ladenetzes ­gering zu halten», kommentiert Martin Vogt, ­Fachspezialist Koordination und Projektierung bei IWB und ebenso Teil des Ausbauteams. Sein ­Augenmerk gilt der Umsetzbarkeit von ein­zelnen Stationen.


Clevere Lösung am Trottoirrand

Eine besondere Rolle bei der Suche nach den optimalen Ladestandorten nehmen die Kabelverteilkästen (KVK) von IWB ein. 760 davon gibt es in Basel-Stadt, einzelne auch direkt am Strassenrand. ­«Vereinfacht gesagt, ist es möglich, direkt an den Kasten eine Ladesäule zu montieren», so Vogt. Da an einem KVK Hausanschlüsse abgezweigt ­werden, wäre eine Ladesäule hier einfach ein­zubinden – im Idealfall ganz ohne Baustelle. Ob dieser Plan funktioniert, ist im Sommer 2021 an einem Pilot­projekt an der Gundeldingerstrasse getestet worden. Die Ergebnisse werden derzeit noch ausgewertet. Bereits verworfen hat das Ausbauteam die Variante, die Ladestation an Stras­senkandelabern anzubringen. Diese führen nur nachts Strom, müssten also zuerst umgebaut werden, so Martin Vogt. Und es müssten trotzdem Stromkabel verlegt werden, womit Grabarbeiten anfallen würden. Ausserdem, ­ergänzt Manuel Vischer, stünden Kandelaber in der Regel am ­inneren Trottoirrand. «Das Ladekabel müsste also das Trottoir queren, was aus Sicherheitsgründen sehr bedenklich ist.»


Das Basler Stromnetz ist bereit

Die meisten der 200 geplanten Ladestationen werden sich neben öffentlichen Parkplätzen der blauen Zone befinden – eben dort, wo Menschen ohne Garagen- oder Einstellplatz ihre E-Autos abstellen. Einen Sonderfall stellen 30 der 200 Stationen dar, die als Schnelllader ausgeführt werden. Für sie sind Transitstandorte angedacht wie der schon existierende bei der Autobahnausfahrt Basel-Ost/Breite. Dort sollen Menschen laden, die unterwegs sind und ihr Fahrzeug zu Hause oder im Büro nicht voll aufladen konnten. ­Natürlich brauchen Schnellladestationen auch ­wiederum mehr Netzleistung, doch Martin Vogt relativiert: «Gemessen an der Grösse des Basler Stromnetzes sind weder die 170 normalen noch die 30 Schnellladestationen eine nennenswerte ­zusätzliche Belastung.» Auch unabhängig von der öffentlichen Ladeinfrastruktur erneuere und ­verbessere IWB ihr Netz ständig. Die guten Ver­fügbarkeitswerte der vergangenen Jahre beweisen die hohe Versorgungssicherheit in Basel.

Auch wenn der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur ein Lernprozess sei, erwarte er keine grossen Überraschungen, meint Manuel Vischer abschliessend. «Sowohl aus unserer eigenen Erfahrung als auch aus der im europäischen Markt wissen wir viel darüber, wie die Menschen ihre E-Autos laden.» Neu sei allerdings die Dynamik, mit der der Markt jetzt wachse. «Das ist eine ­Entwicklung, über die wir uns freuen. Und die wir gerne aufnehmen.»

Ökologisch laden in Basel mit IWB

E-Autos helfen, den Strassenverkehr zu dekarbonisieren, also die CO2-Emissionen zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Strom, der die Batterien füllt, auch ­klimafreundlich produziert wird. Gemäss Studien des ­Bundesamts für Umwelt und des Paul Scherrer Instituts im Auftrag des Bundesamts für Energie ist das mit Ökostrom ­geladene E-Auto das bei Weitem emissionsärmste Auto. Gute Nachrichten für E-Autofahrer in Basel-Stadt: IWB betreibt ihr bereits bestehendes Ladenetz ausschliesslich mit Ökostrom, der mit dem Label «naturemade star» zertifiziert ist. Der Strom ist damit noch mehr als nur klimafreundlich: Mit einem Beitrag pro verkaufter Kilowattstunde werden ­Projekte für Biodiversität und Naturschutz finanziert. Und das ohne Aufpreis für die Kundinnen und Kunden – diesen trägt IWB.

die nächste Ladestation finden

Und wo wollen Sie künftig laden?


E-Autos laden, wo Menschen in der Stadt sie abstellen: im öffentlichen Raum. Das verspricht IWB und baut ihr Ladenetz aus. Wo genau, das dürfen auch die Kundinnen und Kunden vorschlagen.

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