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Grüner Wasserstoff beim Kraftwerk Birsfelden

Für eine umweltfreundliche Zukunft der Mobilität will IWB zusammen mit der Fritz Meyer AG CO₂-neutralen, grünen Wasserstoff produzieren.

Bis 2050 soll die Schweiz klimaneutral werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Verkehr, der für ein Drittel aller CO2-Emissionen der Schweiz verantwortlich ist. Für Lastwagen ist Wasserstoff eine Lösung, sofern er CO2-neutral aus erneuerbarem Strom hergestellt wird.

Erste Wasserstoff-Produktionsanlage in der Nordwestschweiz
Neben dem Kraftwerk Birsfelden wollen IWB und Fritz Meyer AG einen Elektrolyseur zur Wasserstoffproduktion zu bauen. Die Produktionsanlage am östlichen Ende des bestehenden Kraftwerksgeländes wird aus zwei Bauten bestehen.

In der Anlage wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Die dazu notwendige Energie ist Strom aus Wasserkraft und kommt direkt aus dem Kraftwerk Birsfelden. Wasserkraftwerke eignen sich ideal als Standorte für Wasserstoff-Produktionsanlagen. Die bei der Produktion entstehende Abwärme wird an die vor Ort bestehende Fernwärmezentrale der Alternativ-Energie Birsfelden AG (AEB) abgegeben. Somit ist die Anlage sehr energieeffizient.

Die beiden Gebäude werden sich geographisch und optisch an die bestehenden Gebäude des Kraftwerks anschliessen, womit der Charakter der Landschaft erhalten bleibt. Das besondere Natur- und Freizeiterlebnis der Kraftwerksinsel in Birsfelden wird durch die Wasserstoffproduktion nicht beeinträchtigt werden.

Das Baugesuch für die Anlage in Birsfelden haben IWB und Fritz Meyer AG eingereicht. Ab Projektstart wird greenH2 den Bau und Betrieb der Anlage übernehmen.

Joint Venture greenH2 AG gegründet
Die Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse ist ein seit Jahrzehnten erprobtes Verfahren. Für die beiden Unternehmen handelt es sich dennoch um ein Pilotprojekt, denn der Absatzmarkt für CO2-neutralen – sogenannt «grünen» Wasserstoff – ist in der Schweiz erst am Entstehen.

IWB und die Fritz Meyer AG sind davon überzeugt, dass grüner Wasserstoff einen wesentlichen Anteil an einer klimaneutralen Energiezukunft einnehmen wird. Vor diesem Hintergrund haben die beiden Unternehmen Ende Januar 2021 das Joint Venture greenH2 AG gegründet. Ziel von greenH2 ist die Herstellung und Verteilung von grünem Wasserstoff.

IWB bringt ihre Erfahrungen in der Energieproduktion mit und die Fritz Meyer AG hat einen direkten Zugang zum grössten Tankstellennetz der Schweiz. Denn der Wasserstoff soll dereinst vor allem von Lastwagen mit Brennstoffzellenantrieb getankt werden. Bestätigen sich die aktuellen Markteinschätzungen mit hohem Wachstumspotential für Wasserstoff, wird greenH2 weitere mögliche Produktionsstandorte evaluieren.

Wasserstoff-Produktionsanlage in Birsfelden

Pressebild Wasserstoff

Visualisierung der Wasserstoff-Produktionsanlage in Birsfelden. Farbe und Form der neuen Gebäude können im Endausbau von der Visualisierung abweichen.

Das Wichtigste zum Projekt in Kürze:

  • Wasserstoff kann einen grossen Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung leisten.
  • Die Freizeit- und Erholungsfunktion der Kraftwerksinsel bleibt erhalten.
  • Die Produktionsanlage soll am östlichen Ende des Kraftwerksgeländes gebaut werden und aus zwei Bauten bestehen, die sich optisch an die bestehenden Gebäude anschliessen.
  • Produktion und Transport von Wasserstoff sind seit Jahrzehnten erprobt. Das Neue an der Anlage von IWB und Fritz Meyer AG ist, dass der Wasserstoff mit erneuerbarem Strom produziert wird.
  • Wasserstoff ist nicht gefährlicher als Benzin oder Heizöl. Er wird schon heute in grossen Mengen täglich für industrielle Prozesse auf öffentlichen Strassen transportiert, ohne dass dafür besondere Sicherheitsvorkehrungen erforderlich sind.
  • Pro Werktag holen zwei bis drei LKWs den Wasserstoff ab und bringen ihn zu Tankstellen. Mehr als drei Fahrten täglich sind nicht geplant. Für den Fall, dass die Nachfrage nach Wasserstoff steigt, werden IWB und Fritz Meyer AG weitere Produktionsstandorte evaluieren.