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Wald, Wirtschaft und Umwelt profitieren vom Holzkraftwerk Basel

Mit grossen Erwartungen begann im Herbst 2008 der Betrieb des Basler Holzkraftwerks. Es sollte die Basler Fernwärme umweltfreundlicher machen und gleichzeitig der heimischen Waldwirtschaft neue Absatzwege eröffnen. Der Plan ging auf, wie die vergangenen zehn Jahre zeigen: Umwelt und Waldwirtschaft profitieren gleichermassen von der Energieerzeugung aus Holzhackschnitzeln.

Während der Heizperiode, von September bis Mai, verbrennt das Holzkraftwerk jeweils rund 200 000 Kubikmeter Holzhackschnitzel aus der Region. Daraus entstehen rund 170 Millionen Kilowattstunden Energie in Form von Strom und Wärme für das Basler Fernwärmenetz von IWB. Bei der Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid frei, wie das Holz beim Wachstum aus der Atmosphäre entnommen hat – der Brennstoff Holz ist darum CO2-neutral. Ohne das Holzkraftwerk müsste IWB die Wärmeenergie mit Erdgas erzeugen. In den zehn Betriebsjahren ersparte das Holzkraftwerk der Atmosphäre damit rund 337 000 Tonnen des klimaschädlichen fossilen Kohlendioxids (CO2).

Regionale Waldwirtschaft profitiert
Durch die grosse Nachfrage verwandelte das Basler Holzkraftwerk Energieholz von einem schwer verwendbaren Abfallprodukt der Waldwirtschaft in einen wichtigen Umsatzträger der Förster und Waldbesitzer. Zudem sichert das Holzkraftwerk der Waldwirtschaft diesen Absatz über einen langen Zeitraum zu stabilen Preisen. Dies ist besonders wertvoll, da die übrigen Sortimente der Waldwirtschaft mangels Nachfrage im Inland vermehrt zu sinkenden Preisen ins Ausland exportiert werden.
Die Waldwirtschaft hat das Potenzial des Holzkraftwerks früh erkannt und dessen Bau massgeblich initiiert. Die regionalen Waldbesitzer sind noch heute über die Aktionärin Raurica Wald AG am Basler Holzkraftwerk beteiligt. Die weiteren Aktionäre sind die Energieversorger ebl und IWB

Die Erfolgsgeschichte setzt sich fort
Dass Energieholz zu einem regionalen Wirtschaftsfaktor geworden ist, belegen weitere Ausbauprojekte:
IWB baut in Basel ein zweites Holzkraftwerk, das im Herbst 2018 in Betrieb gehen wird. Auch hier wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem regionalen Lieferanten fortgesetzt. Darüber hinaus entsteht in Sisseln derzeit ein Holzkraftwerk. Zudem setzen regionale Wärmeverbünde verstärkt auf Energieholz. Der Trend zur Dekarbonisierung, also zum Abschied von fossilen Energieträgern wie Erdöl, wird für eine weiterhin stabile Nachfrage nach Energieholz sorgen. 
Erfreulicherweise profitiert der Wald selbst von der regelmässigen Waldpflege: Lichtere Wälder steigern die Artenvielfalt. Weil sich nahezu alle Holzarten als Energieholz eignen, gibt es immer weniger Monokulturen. Und trotz der verstärkten Nutzung wächst der Wald unaufhaltsam: Auch mit einer weiteren Steigerung der Energieholzproduktion wächst mehr Wald nach, als zur Nutzung entnommen wird. 

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