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Produktion von klimafreundlichem Wasserstoff beim Kraftwerk Augst

Die AEW Energie AG (AEW), die Kraftwerk Augst AG (KWA), das Energieunternehmen IWB und die Fritz Meyer AG (FMAG) wollen mit der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einen Beitrag zur Energie- und Klimastrategie des Bundes leisten. Dazu planen die Unternehmen den Bau eines Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion beim Kraftwerk Augst. Anlässlich einer Informationsveranstaltung am 17. Juni 2021 wurden die Anwohnerinnen und Anwohner des Kraftwerks Augst aus erster Hand über das Projekt informiert.

Die Energieperspektiven 2050+ des Bundes zeigen, dass die Schweiz ihre Energieversorgung bis 2050 klimaneutral umbauen und gleichzeitig die Energieversorgungssicherheit gewährleisten kann. Die Energieeffizienz soll verbessert werden, während die fossilen Energien weitgehend verschwinden. Sie sollen durch erneuerbaren Strom und weitere klimafreundliche Energieträger wie Wasserstoff ersetzt werden.

 

Partner mit geballtem Energie-Know-how

AEW, KWA, IWB und FMAG wollen mit der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einen Beitrag zur Energie- und Klimastrategie des Bundes leisten. Die Unternehmen prüfen dafür den Bau eines Elektrolyseurs zur Produktion von Wasserstoff mit erneuerbarem Strom aus dem Kraftwerk Augst. Dieser soll über das Tankstellennetz der FMAG verteilt werden. Abnehmer des Wasserstoffs sind insbesondere Transportunternehmen, die ihre LKW-Flotte auf Wasserstofffahrzeuge umrüsten. Damit trägt das Vorhaben direkt zur Dekarbonisierung des Verkehrs bei. Zudem wird lokale Wertschöpfung in der Schweiz generiert und der Import von fossilen Brennstoffen aus dem Ausland vermindert. Die Abwärme der Produktionsanlage könnte als klimafreundliche Heizenergie für benachbarte Wohnungen genutzt werden.

Die Partner haben eine Machbarkeits- und Variantenstudie durchgeführt. Die bevorzugte Variante sieht eine Produktionsanlage von 2,5 Megawatt Leistung im Maschinenhaus des Kraftwerks vor. Von aussen wird die Anlage nicht wahrnehmbar sein. Lediglich die Abfüllanlage auf dem Vorplatz des Kraftwerks ist sichtbar. Der Abtransport erfolgt über die Kraftwerksstrasse mittels zwei bis drei LKW-Fahrten pro Tag. Die Parteien sind aktuell in Vorgesprächen mit den Behörden zur Klärung der Zonenkonformität. Anschliessend wird die Detailplanung in Angriff genommen und das Baugesuch eingereicht.

Anlässlich einer Informationsveranstaltung vom 17. Juni 2021 haben Fachleute aller vier Partner interessierte Anwohnerinnen und Anwohner über das Projekt informiert.

 

Wasserstoffmobilität als Teil der Elektromobilität

Elektrofahrzeuge haben Zukunft, denn sie sind klimafreundlicher als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Bei PKWs werden Elektrofahrzeuge klassische Verbrenner mittelfristig ablösen. Im Gütertransport stehen dem noch lange Ladezeiten und das hohe Gewicht der Batterien im Weg, welche die Nutzlast reduzieren. Damit kommt der Wasserstoffmobilität – mit grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen wie z. B. aus Augst – insbesondere bei Lastfahrzeugen mit hoher Auslastung sowie für den Einsatz bei Bussen eine grosse Bedeutung zu. Einige Kilogramm Wasserstoff ermöglichen so innert Minuten getankt Reichweiten von mehreren hundert Kilometern. Die Technologie ist erprobt – bislang fehlt es jedoch an der Infrastruktur für die Produktion und Verteilung von umweltfreundlichem Wasserstoff.

 

Über AEW Energie AG: Die AEW Energie AG ist ein selbstständiges Unternehmen des Kantons Aargau. Mit der sicheren und klimafreundlichen Energieversorgung leistet die AEW einen wesentlichen Beitrag zur Standortattraktivität und zur Lebensqualität in der Region. Als integrierter Energiedienstleister engagiert sich die AEW primär im Kanton Aargau mit der Produktion von Strom und Wärme/Kälte sowie als führende Netzbetreiberin und Lieferantin für ihre Kunden. Für die Stromproduktion fokussiert sie auf Wasserkraft sowie Solar- und Windenergie. Zudem erbringt sie Dienstleistungen in netz- und energienahen Bereichen, beispielsweise für die Elektromobilität, im Gebäudeenergiemanagement und in der Telekommunikation. Im Weiteren setzt die AEW auf digitale Prozesse sowie auf Beteiligungen und Partnerschaften.

Über IWB: IWB versorgt Menschen und Unternehmen mit Strom, Wärme, Trinkwasser, Telekom- und Mobilitätslösungen. Dafür betreibt IWB eine zuverlässige, zukunftsfähige Infrastruktur und entwickelt neue Dienstleistungen. Als führende Anbieterin für erneuerbare Energien gewinnt IWB Kunden in der Region Basel und schweizweit für ihre klimafreundlichen Energie- und Mobilitätslösungen. Die Kunden sehen IWB als Partnerin, um klimafreundliche Energie zu nutzen. IWB produziert und verkauft erneuerbare und CO2-neutrale Energie als Strom, Wärme und Kälte und für Mobilität. Damit tragt das Unternehmen zum Erreichen der Klimaziele bei. Das Ziel ist eine vollständig erneuerbare, klimaschonende Energieversorgung. IWB baut im Rahmen ihres strategischen Fokus auf erneuerbare Energie das Geschäftsfeld Wasserstoff auf.

Über Fritz Meyer AG: Die Fritz Meyer AG (FMAG) ist ein Basler Unternehmen und in den Bereichen Mineralölhandel, Tankstellen und Immobilien tätig. Aus einer 160-jährigen Firmentradition heraus hat die Fritz Meyer AG den Wandel des Mobilitätsmarktes, durch eigene Innovationen und Investitionen innerhalb ihrer Geschäftsmodelle gestaltet und geprägt. Gleichzeitig ist das Unternehmen davon überzeugt, dass die Wasserstofftechnologie im Bereich der Mobilität ihren Platz einnehmen wird. Als eines von Gründungsmitgliedern des AVIA Mineralölverbundes hat die Fritz Meyer AG zudem einen direkten Zugang zum grössten Tankstellennetz der Schweiz (600 AVIA-Tankstellen).

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Portrait Jasmin Gianferrari
Jasmin Gianferrari, Projektleiterin Public Relations & Nachhaltigkeit

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