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Messungen am Geothermie-Bohrloch

Geothermie Projekt
Am Bohrloch des 2009 sistierten Basler Geothermie-Projekts finden in den nächsten Wochen Messungen statt. Im Untergrund befindet sich noch immer Wasser, das vor gut 15 Jahren in den Untergrund gepresst wurde. Jetzt werden die aktuellen hydraulischen Verhältnisse im Untergrund untersucht, welche Grundlage für den mittelfristigen Verschluss und langfristigen Rückbau der Bohrung sind.
  • Messungen am Bohrloch des Geothermie-Projekts in Kleinhüningen
  • Ziel ist die langfristige Sicherung des Bohrlochs
  • Grundlagen für einen Entscheid über Verschluss und Rückbau der Bohrung

In den nächsten Tagen beginnen Fachleute im Auftrag von IWB mit Messungen der hydraulischen Verhältnisse im Bohrloch und im umgebenden Untergrund. Dazu werden geringe Mengen Wasser aus rund 5000 Meter Tiefe an die Oberfläche gefördert. Dieses Wasser wurde im Jahr 2006 in das Gestein gepresst, um ein hydrothermisches Reservoir für die Energiegewinnung zu schaffen. Dieses „Deep Heat Mining“ genannte Vorgehen löste spürbare Erdstösse aus, das Projekt wurde daraufhin gestoppt und die Bohrung später verschlossen. Seitdem überwacht der Schweizerische Erdbebendienst die Bohrung. 2017 wurde die Bohrung wieder geöffnet, um Druck abzulassen und die Gefahr von spürbaren Erdstössen zu mindern.

Nach dem erfolgreichen Druckabbau wird nun untersucht, ob sich die Druckverhältnisse im Untergrund rund um das Bohrloch durch eine Entnahme des Wassers weiter entspannen und auf den Ursprungszustand herstellen lassen. Dies sind wichtige Erkenntnisse, auf deren Basis ein Entscheid über Rückbau und Verschluss der Bohrung getroffen werden kann. Primär aus Gewässerschutzgründen muss die Bohrung langfristig zurückgebaut werden.  

Für die Messkampagne sind rund sechs Wochen geplant. Gemessen wird rund um die Uhr, die Entnahme des Wassers wird permanent von Fachleuten vor Ort überwacht. Lärm- oder Geruchsemissionen sind nicht zu erwarten. Die Fachleute des Schweizerischen Erdbebendienstes erwarten auch keine Zunahme der natürlichen Seismizität. Weiterhin gilt: Zwar kann ein spürbares Erdbeben nicht völlig ausgeschlossen werden, aber ein Schadensbeben bleibt unwahrscheinlich.  Alle Erdbeben, welche der SED aufzeichnet, veröffentlicht er umgehend auf seiner Website.