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Mangellage Energie: Vorbereitungen von Kanton und IWB laufen


Der Kanton Basel-Stadt bereitet sich zusammen mit seinem Versorger IWB Industrielle Werke Basel auf eine mögliche Energiemangellage vor. Er hat unter dem Dach der Kantonalen Krisenorganisation den Teilstab Mangellage Strom und Gas eingerichtet. Der Kanton verfolgt seit Jahrzehnten eine auf Stromeffizienz und Dekarbonisierung ausgerichteten Energiepolitik. Diese wird er konsequent weiterführen.

Für den kommenden Winter muss die Schweiz mit einer schwierigen Versorgungssituation für Strom und Gas rechnen. Aus Russland wird wegen des Kriegs gegen die Ukraine Gas nur im gedrosselten Umfang in den Westen geliefert. In Frankreich liefern derzeit mehrere Atomkraftwerke wegen Revision keinen Strom. Zudem herrscht in den Seen und Flüssen Wassermangel. Dies limitiert die Stromproduktion mit Wasserkraft und die Anlieferungen von fossilen Energien auf dem Rhein. Die Schweiz ist beim Erdgas und Erdöl zu 100 Prozent abhängig von Importen und sie muss in den Wintermonaten Strom aus dem Ausland importieren. Diese Faktoren zeigen sich bei den Preisen für Strom und Gas; diese sind heute auf einem bisher nie dagewesenen Niveau.

Der Kanton Basel-Stadt hat seine Energiepolitik seit Jahrzehnten auf Stromeffizienz und Dekarbonisierung ausgerichtet: Das erste Energiegesetz von 1983 machte Vorgaben an Gebäudehülle und Gebäudetechnik. 1999 kam die Lenkungsabgabe auf Strom und seit 2017 dürfen nur noch erneuerbare Heizsysteme eingebaut werden. Die IWB investiert ausschliesslich in erneuerbare Stromproduktion. Basel-Stadt produziert heute die Strommenge, die hier gebraucht wird, mit eigenen Anlagen. Rund die Hälfte der Haushalte sind an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Wärme wird mit dem hier eingesammelten Abfall und Holz aus der Region erzeugt. Dieses Netz wird in den kommenden Jahren noch ausgebaut.

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat unter dem Dach der Kantonalen Krisenorganisation den Strategiestab Mangellage Strom und Gas eingerichtet, in dem Kaspar Sutter, Vorsteher des federführenden Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, und Stephanie Eymann, Vorsteherin des Justiz- und Sicherheitsdepartements, Einsitz nehmen. Wichtiges Standbein dieser Organisation ist der Versorger IWB, der mit seinen Grosskunden schon seit Anfang des Jahres im Austausch steht, um sie anhand der vom Bund definierten Eskalationsstufen bei einem Gas- oder einem Strommangel vorzubereiten. Für alle Kundengruppen sind auf der IWB-Webseite Informationen aufgeschaltet. Die IWB ist auf eine mögliche Strom- und Gasmangellage vorbereitet. In der Fernwärmeversorgung trifft sie Vorkehrungen, um den Erdgas-Anteil teilweise auf Öl umzustellen. Die Strom- und Gaslieferungen für den kommenden Winter hat die Energieversorgerin vertraglich vereinbart, wobei der kritische Punkt ist, dass diese Mengen im Fall einer eintretenden Mangellage auch in die Schweiz und nach Basel gelangen.

Hier setzt die Energiespar-Kampagne des Bundes und des Kantons Basel-Stadt an, die sich an die Unternehmen und an die Bevölkerung richtet: Alles, was jetzt und später an Energie gespart wird, hilft im Winter. Der Bund wird seine Kampagne nächste Woche starten. Bereits heute kann viel eingespart werden. Die Instrumente und Unterstützung sind vorhanden, u.a. der Energybox 2.0 Online-Test für Verbraucherinnen und Verbraucher und die Energieberatung beim Amt für Umwelt und Energie und der IWB. Der Kanton Basel-Stadt erarbeitet zeitnah eigene Sparmassnahmen für die kantonale Verwaltung.

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