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IWB ist bereit für Investitionen in die zukünftige Wärmeversorgung

Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte im Geschäftsjahr 2019 Umsatz und Gewinn. Der Umsatz stieg um 6.4% und der Jahresgewinn um 23.2% im Vergleich mit dem Vorjahr. Anhaltend hoch sind die Investitionen, die 2019 148 Millionen Franken betrugen. Den Jahresgewinn wird IWB insbesondere in die Transformation der Wärmeversorgung investieren. Basel steht am Anfang eines massiven Ausbaus des Fernwärmenetzes und der Entwicklung von neuen Wärmeverbünden.

Höhere Betriebsleistung und mehr Gewinn
Die Betriebsleistung (Umsatz) 2019 liegt mit 816 Millionen Franken 6.4% über dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend waren insbesondere eine bedeutend höhere Handelstätigkeit in der Sparte Elektrizität sowie Effekte aus einer kühleren Witterung, Gebietserweiterungen und Tarifanpassungen in der Sparte Fernwärme.

Der Jahresgewinn liegt mit 148 Millionen Franken deutlich über dem Vorjahreswert. Zum guten Ergebnis beigetragen haben die Wärmesparten Fernwärme und Gas, hier wirkten sich die kühle Witterung und tiefere Gasbeschaffungskosten positiv aus. Zudem hat IWB Rückstellungen auflösen können. Das Vorjahresergebnis war im Gegensatz dazu durch Rückstellungen belastet. Die Gesamtleistungen und Abgaben von IWB an den Eigentümer Kanton Basel-Stadt betragen 44 Millionen Franken. Darin enthalten sind die für 2019 vorgesehene Gewinnausschüttung in Höhe von 35 Millionen Franken sowie Konzessionsgebühren.

Cashflow und Investitionen auf anhaltend hohem Niveau
Der operative Cashflow von 218 Millionen Franken ist geprägt durch den guten Geschäftsgang im Berichtsjahr. Der Vorjahreswert lag um 6% höher und war durch positive Veränderungen im Nettoumlaufvermögen ungewöhnlich hoch. Mit 148 Millionen Franken lagen die Investitionen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. 2019 hat IWB das zweite Basler Holzkraftwerk für die CO2-neutrale Fernwärmeproduktion in Betrieb genommen und den Neubau der Pumpstation Lange Erlen für die Trinkwasserproduktion abgeschlossen.

Generationenprojekt: Transformation der Wärmeversorgung
Gebäude im Kanton Basel-Stadt sollen künftig klimafreundlich geheizt werden. Die Vorgaben des kantonalen Energiegesetzes erlauben Öl- und Gasheizungen nur noch in Ausnahmefällen. Der neue Teilrichtplan Energie, den der Regierungsrat Anfang April 2020 publiziert hat, definiert, in welchem Gebiet zukünftig welche Energieträger eingesetzt werden sollen. Der fundamentale Umbau der Wärmeversorgung ist ein Generationenprojekt, in welchem IWB eine entscheidende Rolle spielt. Damit die Transformation in eine nachhaltige Energiezukunft gelingt, sind grosse Investitionen in den Ausbau der Fernwärmenetze, in Wärmeverbünde und in die Fernwärmeproduktion nötig. Der Jahresgewinn von 148 Millionen Franken bildet dafür eine gute Basis. Gleichwohl wird es zusätzliche finanzielle Mittel für den Umbau der baselstädtischen Wärmeversorgung brauchen. Die Politik hat dies erkannt und berät derzeit, wie der Kanton hierbei unterstützen kann.

IWB im Wandel
IWB ist weiterhin stark in ihrem angestammten Geschäft – der Energie- und Trinkwasserversorgung. Dies allein wird jedoch nicht reichen, um auch in Zukunft erfolgreich zu wirtschaften. Die Energiebranche wird sich künftig durch die bevorstehende vollständige Strommarktöffnung und weitere regulatorische Anpassungen sehr stark verändern, Darauf hat sich IWB in den letzten Jahren gut vorbereitet. Die Kundenfokussierung steht im Zentrum dieser Entwicklung. IWB erschliesst neue Märkte und bietet neue Produkte und Dienstleistungen an. Im Wachstumsmarkt E-Mobilität und im Telekom-Geschäft konnte IWB wichtige Fortschritte erzielen. Im Jahr 2019 hat IWB erfolgreich ein Internet-Angebot für Privathaushalte lanciert. Im E-Mobilitäts-Geschäft konnte IWB jüngst die Gemeinden Aesch, Arlesheim, Dornach, Muttenz, Pfeffingen und Reinach als Kunden gewinnen: 20 öffentliche Ladestationen soll IWB dort bauen und betreiben.

Coronavirus: Sichere Versorgung und Unterstützung für das lokale Gewerbe
Die Energie- und Wasserversorgung ist auch in Zeiten des Coronavirus weder gefährdet noch beeinträchtigt. Die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des Coronavirus auf die Finanzen von IWB lassen sich zurzeit nur schwer vorhersagen. Die starke Eigenkapitalquote, die gute Liquidität und die robuste Aufstellung als Querverbundunternehmen kommt IWB nun aber sicher zugute. Für andere Betriebe in der Region hat das Coronavirus bereits jetzt gravierende wirtschaftliche Folgen. IWB kommt betroffenen Unternehmen mit einer Verlängerung der Zahlungsfristen für bezogene Leistungen entgegen. Zudem hat IWB für die Aktion «Basel schafft(s) zämme» der Gewerbestiftung 20 000 Franken gespendet.

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