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Die Vibrationen haben ein Ende

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Die geologischen Messungen zur Erkundung von Erdwärme-Vorkommen in Basel und den angrenzenden Gemeinden sind erfolgreich abgeschlossen. Die Wärmeverbund Riehen AG (WVR AG) und IWB ziehen ein überwiegend positives Fazit der gut zwei Wochen, in denen die sogenannten „Vibro-Trucks“ in den Strassen unterwegs waren – und gelegentlich für Verwunderung, Besorgnis oder gar Ärger der Anwohnenden gesorgt hatten.
  • Messkampagne zur Untersuchung des Untergrunds abgeschlossen
  • Grosses Interesse der Bevölkerung am Geothermie-Projekt und der Messkampagne
  • Überwiegend Verständnis für die Arbeiten – vereinzelt Ärger und Besorgnis
  • Auswertung bis Ende des Jahres liefert wertvolle Erkenntnisse für den  Ausbau klimafreundlicher Energieversorgungen

„Wir haben ganz überwiegend positives Feedback aus der Bevölkerung bekommen“, fasst Projektleiter und Geschäftsführer der WVR AG, Matthias Meier die Erfahrungen zusammen. „Beschwerden über Lärm und Erschütterungen sowie Vorkommnisse mit den rund 9000 ausgelegten Geophonen hielten sich in einem sehr kleinen Rahmen.“ Besorgnis und Ärger haben die von den „Vibro-Trucks“ ausgehenden Vibrationen nur vereinzelt ausgelöst, da trotz breiter Medienberichte und vieler Informationsangebote von WVR AG und IWB nicht immer alle Anwohnenden die Ankündigungen der Messungen wahrgenommen hatten. „Wir bitten alle, die erschrocken, verunsichert oder gar verärgert waren, um Entschuldigung“, betont Meier, „und wir danken allen, die uns unterstützt haben und die Verständnis für die Arbeiten aufbrachten.“

Ziel und Ablauf der Messkampagne

Die Erkundungen des Untergrunds mittels Schallwellen dienen dazu, die erfolgreiche Geothermieanlage in Riehen zu erweitern. Zusätzlich will IWB (Industrielle Werke Basel) die Chance nutzen, den Untergrund auch weiträumiger kennenzulernen. Nach umfangreichen Vorarbeiten untersuchten die Messfahrzeuge den Untergrund unter Riehen, Bettingen, grossen Teilen von Basel, den angrenzenden Baselbieter Gemeinden Birsfelden, Münchenstein und Muttenz, sowie Teilen der Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Ziel ist es, zu prüfen, wo in der Tiefe von ca. 1-2 Kilometern natürlich vorkommendes Heisswasser vorhanden ist, das für eine klimafreundliche Wärmeversorgung genutzt werden könnte. Dazu wurden Schallwellen in den Untergrund geleitet und deren Reflexionen aufgezeichnet. WVR AG und IWB arbeiteten dabei eng mit Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammen.

Seit Mitte Januar 2022 wurden rund 9000 kleine Messgeräte (Geophone) auf dem Boden ausgelegt. Vom 3. bis zum 17.  Februar 2022 zirkulierten vier Messfahrzeuge im Gebiet, blieben alle 20 Meter stehen und lösten für kurze Zeit Vibrationen aus. Für die Anwohnerinnen und Anwohner waren die Anregungen in den Liegenschaften für jeweils eine Minute spürbar. Die Geophone werden jetzt wieder eingesammelt.

Auswertung der Messungen

In den nächsten Monaten werden die Messungen ausgewertet. Die rund 13000 Anregungen und die Aufzeichnungen der rund 9000 Geophone ergeben eine Datenmenge von über 30 Terabyte. Nach der Auswertung lässt sich daraus ein dreidimensionales Bild des Untergrunds darstellen, das genauere Information über Vorkommen, Menge und Nutzbarkeit von Heisswasser im Untergrund bietet. Diese Auswertung soll Ende des Jahres zur Verfügung stehen. Künftige Projekte, bei denen natürliches Heisswasser für eine klimafreundliche Energieversorgung eine Rolle spielt, erhalten damit deutliche verbesserte Realisierungschancen, weil das Potential und die Leistungsfähigkeit von Erdwärme-Anlagen damit besser abgeschätzt werden kann.

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Erik Rummer, Leiter Unternehmenskommunikation, Mediensprecher

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