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Neue Pumpstation für die Zukunft

Nach einer zweijährigen Bauphase und Investitionen in der Höhe von rund 24 Millionen Franken wird IWB 2019 eine neue Pumpstation in den Langen Erlen in Betrieb nehmen. Sicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung stehen dabei im Vordergrund.

Text: Güvengül Köz Brown; Bild: Gianni Groppello

Die Langen Erlen sind ein beliebtes Naherholungsgebiet – für Sportliche genauso wie für Familien, Ruhesuchende und Tierfreunde. Seit über 100 Jahren ist die grüne Oase entlang der Wiese aber auch Tag und Nacht Quelle für unser qualitativ einwandfreies Trinkwasser. Nach einem groben Vorreinigungsprozess versickert hier dem Rhein entnommenes Wasser im Waldboden, das damit auf natürliche Weise gereinigt wird und sich mit dem Grundwasser vermischt. Dass das glasklare Nass nach einer weiteren Aufbereitungsstufe schliesslich in alle Haushalte gelangt, ist der knapp 60 Jahre alten Pumpstation zu verdanken.

«Nach der Inbetriebnahme wird sich der Stromverbrauch für die Trinkwasserproduktion pro Jahr um rund 650 000 Kilowattstunden reduzieren.»

Stefan Crollet, Planungsingenieur IWB

Zeitgemässe Anlage
«Die Anlage funktioniert in Bezug auf die Wasserqualität nach wie vor einwandfrei, dennoch sind die bald sechs Jahrzehnte nicht spurlos an ihr vorbeigegangen», führt Thomas Meier, Leiter Trinkwasserproduktion, aus. Damit verweist der Verfahrensingenieur insbesondere auf die baulichen und technischen Unzulänglichkeiten. Sie waren der Grund für den Entscheid, auf dem gleichen Areal für rund 24 Millionen Franken einen Neubau mit Wasserreservoir zu errichten. «Da man in den 1960er-Jahren von einem viel grösseren Bevölkerungswachstum ausgegangen ist, sind die alten Pumpen aus heutiger Sicht überdimensioniert und vom Wirkungsgrad her nicht optimal», so Meier weiter. Die neue Pumpleistung ermöglicht es IWB, künftig flexibler auf saisonale Verbrauchsschwankungen zu reagieren. Damit stellt sie sicher, dass sommers wie winters bedarfsgerecht Trinkwasser ins Netz gelangt. Denn an heissen Sommertagen steigt der Verbrauch auf das Doppelte.

Verbesserte Energieeffizienz
Punkten kann das neue Pumpwerk auch mit der Energieeffizienz: «Nach der Inbetriebnahme wird sich der Stromverbrauch für die Trinkwasserproduktion pro Jahr um rund 650 000 Kilowattstunden reduzieren», betont Stefan Crollet, der als Planungsingenieur von IWB das Bauprojekt von Beginn an leitet. So sehr er sich auch über das Vorankommen des Neubaus freut, die anfänglichen Herausforderungen, die beim Aushub gemeistert werden mussten, waren harte Arbeit. Bereits im 19. Jahrhundert nahm hier das damalige Gas- und Wasserwerk Basel das erste Grundwasserwerk in Betrieb. Mit den folgenden Bauten erhöhte sich über die Jahre die Anzahl Leitungen im Boden. Das heisst, «bevor wir überhaupt an den Neubau denken konnten, mussten wir uns darüber einen Überblick verschaffen», so Crollet. Der Rückbau von alten Gebäudefundamenten sowie Strom-, Telekommunikations- und Wasserleitungen sei entsprechend anspruchsvoll und zeitaufwendig gewesen. Mittlerweile steht der Rohbau, bis Frühling 2019 wird der Innenausbau fertiggestellt – gefolgt von einer rund sechsmonatigen Inbetrieb- und Testphase. Dann werden die alte und die neue Pumpstation zunächst parallel laufen. Von der Steuerung über den Schaltschrank bis hin zur Wasserqualität muss alles einwandfrei funktionieren. «Erst dann werden wir die neue Pumpstation ganz in Betrieb nehmen», versichert Thomas Meier, «und die alte nach knapp 60 Jahren in den Ruhestand schicken.»

Alternative für Notfälle

In unmittelbarer Nähe des neuen Pumpwerks rüstet sich IWB mit einem weiteren Bauprojekt für mögliche Notlagen im Rhein. Die unterirdische Rohwasserpumpstation für Wasser aus der Wiese soll die Basler Bevölkerung auch bei einer länger dauernden Verschmutzung des Rheins mit Trinkwasser versorgen.