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Damit die grüne Lunge grün bleibt

Die Vegetation in den Langen Erlen ist Teil der Trinkwasserproduktion. IWB pflegt sie darum sorgfältig und nahezu täglich. Natur und Bevölkerung profitieren von den vielfältigen, je nach Jahreszeit ganz unterschiedlichen Aufgaben. Aus dem bei der Waldpflege anfallenden Holz entsteht im Holzheizkraftwerk Basel Wärme für die Basler Haushalte.

Text: Caroline Hulliger; Bild: Christian Flierl

Die Grundwasserschutzzone Lange Erlen ist das Herzstück der IWB Trinkwasserproduktion. Dreizehn bewaldete Wässerstellen sorgen dafür, dass das in einem Vorreinigungsprozess gefilterte Rheinwasser in das Grundwasser versickert.

An 365 Tagen im Einsatz
Im Team von Werner Moser, Leiter Aussenanlagen bei IWB, arbeiten ein Forstwart, ein Landwirt, ein Landschaftsgärtner und ein Bauarbeiter. «Unsere Aufgaben sind äusserst vielseitig», erklärt Werner Moser. Dazu gehören der Betrieb und Unterhalt der bewaldeten Wässerstellen sowie die Nebengewässer der Wiese in den Langen Erlen. Wald, Grünpflege, Abfallbeseitigung und Unterhalt des Wegnetzes gehören ebenfalls zu den wichtigen Aufgaben. Zudem sind Werner Moser und seine Mitarbeiter im Pikettdienst der Wasserproduktion eingebunden, auch an den Wochenenden und an Feiertagen.

Hitzesommer als Herausforderung
Die Wässerstellen sind zentrale Elemente der Trinkwasserproduktion. Dabei spielen das Waldklima und eine intakte Bodenschicht eine entscheidende Rolle. Bäume, die zu gross geworden sind, müssen gefällt werden. Sonst bestünde die Gefahr, dass ein Sturm die Bäume umwirft und damit grosse Löcher in den Versickerungsflächen aufreisst. «Wenn ein solches Loch im Boden klafft, ist der natürliche Reinigungsprozess verkürzt und das Wasser sickert nahezu ungereinigt in das Grundwasser», so Werner Moser. Neben Stürmen stellt auch extreme Trockenheit, wie man sie im vergangenen Sommer erlebt hat, eine grosse Herausforderung dar. Manchen Bäumen, vor allem Eichen und Eschen, hat die Hitze besonders zugesetzt. Zur Waldbrandgefahr hinzu kam das Risiko, dass Äste abbrechen und Spaziergänger verletzen. Für die Sicherheit der Besucher der Langen Erlen musste Mosers Team mehrere grosse Eichen fällen.

Keine Probleme mit Frost
Bei Schnee greifen Werner Moser und sein Team zur Schaufel, um den Zugang zu den Wasseranlagen zu gewährleisten. Was die Wässerstellen betrifft, so beträgt die Wassertemperatur im Winter je nach Witterung drei bis acht Grad. In diesem Fall sickert das Wasser normal ab. Der Boden gefriert nur dann, wenn bei starkem Frost die Leitungen abgestellt werden müssen. In diesem Fall sorgt ein Überlauf dafür, dass das Wasser nicht unkontrolliert in die Landschaft versickert. Dies kommt aber laut Moser sehr selten vor.

Wiederverwertung des anfallenden Holzes
«Die Leute in der Umgebung identifizieren sich sehr mit den Langen Erlen», so Werner Moser. Aus diesem Grund sei eine klare Kommunikation wichtig, vor allem bei einem Holzschlag. «Wenn man den Leuten erklärt, wieso eine alte Eiche gefällt werden muss, gibt es keine Probleme», führt der Leiter der Aussenanlagen aus. Das anfallende Holz nutzt IWB im nahegelegenen Holzkraftwerk. Es liefert dort Wärme für das Basler Fernwärmenetz.

Übrigens: Wer noch nie in den Langen Erlen war, dem empfiehlt Werner Moser einen Besuch im Tierpark mit einem anschliessenden Spaziergang durch die Natur der Langen Erlen. Sein Geheimtipp? Das Naturreservat in der Umgebung des Entenweihers. «Dort sieht man immer wieder Feldhasen.»