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Attraktion für Winter und Sommer

In Basel stehen 213 öffentliche Brunnen. Das Team Brunnenreinigung von IWB sorgt dafür, dass sie sich das ganze Jahr über von ihrer besten Seite zeigen. Im Winter verwandelt sich der Fasnachtsbrunnen sogar in ein beeindruckendes Eiskunstwerk – immer unter dem wachsamen Auge der Brunnenreiniger.

Text: Marco Schwarzenbach; Bild: Gianni Groppello

In Basel sind Brunnen mehr als nur Dekoration. Sie sind Aushängeschild, Touristenattraktion und Tummelplatz für Einheimische gleichzeitig. Ob als wärmender Hotpot im Winter, Mini- Olympia-Becken für Triathletinnen oder Weinspender für durstige Zünftler, an kreativen Ideen mangelt es den Baslerinnen und Baslern nicht. «Basel lebt seine Brunnen!», davon ist auch Alex Dänzer, Leiter des Teams Brunnenreinigung bei IWB, überzeugt. Alle öffentlichen Brunnen Basels stehen unter seiner Obhut.

«Im Sommer beneiden uns die Leute um unseren Job – im Winter nicht.»

Alex Dänzer, Leiter Team Brunnenreinigung IWB

Für die Brunnen und für einander

Gerade weil die Brunnen für Basel so wichtig sind, müssen sie auch regelmässig gereinigt und gepflegt werden. Dafür zuständig sind Alex Dänzer und sein sechsköpfiges Team. Sie reinigen, pflegen und reparieren fachmännisch und mit viel Sorgfalt. «Wir putzen jeden Brunnen mindestens alle zwei Wochen», erklärt Dänzer. Die kleineren Basilisk-Brunnen erhalten sogar einmal in der Woche eine Reinigung. Nach einem gemeinsamen Kaffee gehen die Brunnenreiniger jeweils morgens um 6.30 Uhr auf Tour. Für die grösseren Brunnen ziehen sie zu zweit los. Dasselbe gilt für die Anlagen mit unterirdischer Brunnenstube. Das hat in erster Linie mit der Sicherheit zu tun, denn müssen die Reiniger in einen Schacht steigen, bleibt immer jemand an der Oberfläche. Auf jeder Tour besuchen sie zwischen zehn bis zwölf Brunnen.

Sauber zu jeder Jahreszeit
Um einen Brunnen zu reinigen, muss zuerst einmal das Wasser abgelassen werden. Dies kann je nach Grösse schon mal bis zu einer Stunde dauern, wie im Falle des Fasnachtsbrunnens. Sobald der Trog leer ist, kommen als nächstes Laub und Abfall raus. Danach folgt eine erste Spülung. Dafür eignet sich 6-prozentiges Javelwasser, dessen Einsatz für Mensch und Umwelt bedenkenlos ist. Bei Brunnen, deren Wasser in den Untergrund versickert, verzichten die Brunnenreiniger trotzdem auf diesen Zusatz. Nach der Javel-Kur folgt die zweite Spülung, bevor wieder Wasser in den Trog sprudelt. «Im Sommer gehen wir manchmal wegen der vielen Badegäste auf eine Extratour», erläutert Alex Dänzer. Im Winter achtet sein Team besonders darauf, dass die Brunnen nicht zufrieren. Im durchschnittlichen Becken mit 300 bis 500 Liter reicht das fliessende Wasser mit ungefähr zehn bis elf Grad Wassertemperatur aus, um den Brunnen vom Eis freizuhalten.

Tonnenschwere Eisformationen
Eine Ausnahme ist der Fasnachtsbrunnen von Jean Tinguely auf dem Theaterplatz. Damit das Becken nicht gefriert, speisen die Brunnenreiniger über spezielle Leitungen frisches Wasser ein. Das Wasser, welches aus den Skulpturen sprüht, lassen die Brunnenreiniger aber absichtlich gefrieren. Vorher verstärken und unterstützen sie die Figuren. So entstehen bei Frost beeindruckende Eisskulpturen, die gerne bis zu zwei Tonnen schwer werden können. Speziell gefordert sind Dänzer und sein Team, wenn die Temperaturen im Winter mal in die Höhe schnellen. Dann könnten die tonnenschweren Eisformationen abbrechen und die Figuren beschädigen. «Einmal ist eine Figur unter der Eislast umgekippt – daraus haben wir gelernt», so Dänzer. Manchmal kommen Feuerwehrschläuche zum Einsatz, um das Eis mithilfe von Wasser zu entfernen.

Gerade in der kalten Jahreszeit wird die Arbeit der Brunnenreiniger bei vier Grad Wassertemperatur und bis zu minus 15 Grad Aussentemperatur zur körperlichen Belastung. «Im Sommer beneiden uns die Leute um unseren Job», meint Dänzer, «im Winter nicht.» Trotzdem dreht er mit seinem Team täglich die Touren, um die Basler Publikumslieblinge in Schuss zu halten.