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Seit über 100 Jahren elektrisch unterwegs

Dank der Stadtreinigung bewegen wir uns 365 Tage im Jahr auf sauberem Pflaster. Dass dabei auch elektrische Fahrzeuge zum Einsatz kommen, ist eine Selbstverständlichkeit: Bereits seit über 100 Jahren nutzt die Stadtreinigung Elektrofahrzeuge. Weitere emissionsfreie Fahrzeuge sind in Planung.

Text: Stefanie Probst; Bild: Christian Aeberhard

Am Morgen früh, wenn Basel noch schläft, rücken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung aus. In ihren orangefarbenen Fahrzeugen fahren sie durch die Stadt und leeren täglich 910 öffentliche Abfallkübel, reinigen die Strassen und Plätze und sammeln unseren Haushaltsabfall in den Quartieren ein.

«Für uns ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir komplett elektrisch unterwegs sein werden.»

Thomas Wohlfender, Flottenmanager bei der Stadtreinigung Basel-Stadt

Um die verschiedenen Tätigkeiten zu verrichten, setzt die Stadtreinigung unterschiedliche Spezialfahrzeuge ein. Dabei nutzt die Stadtreinigung schon seit über 100 Jahren Elektro- und Hybridfahrzeuge. Heute werden sie mit erneuerbarem Strom von IWB geladen.

Die Zukunft wird elektrisch

Seit jeher elektrisch ist das Schwemmfahrzeug, mit dem die Strassen periodisch nassgereinigt werden. Vor ein paar Jahren sind dann emissionsfreie kleinere Fahrzeuge dazugekommen. So zum Beispiel die sogenannten Kleintransporter mit Elektroantrieb, die für das Entleeren der Abfallkübel verwendet werden. Die Umstellung habe reibungslos funktioniert. «Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren anfangs etwas skeptisch, jedoch schon nach kurzer Zeit begeistert von den neuen Fahrzeugen», erklärt Thomas Wohlfender, Flottenmanager bei der Stadtreinigung Basel-Stadt. Momentan sei zwar der grösste Teil der Flotte noch mit Verbrennungsmotoren ausgerüstet. «Für uns ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir komplett elektrisch unterwegs sein werden», ist Wohlfender überzeugt. Aktuell sind noch verschiedene emissionsfreie Alternativen für die Spezialfahrzeuge in Entwicklung. «Sobald geeignete elektrische Fahrzeuge auf dem Markt erhältlich sind, werden wir umstellen», ergänzt er.

Neue Wischmaschinen auf dem Prüfstand

Allenfalls geht es schon bald wieder einen Schritt voran mit der Umstellung. Die Stadtreinigung testet derzeit zwei elektrisch betriebene Wischmaschinen neuster Bauart. Die Fahrzeuge weisen zwar momentan noch ein paar technische Mängel auf. Ansonsten ist die Stadtreinigung mit diesen Fahrzeugen aber sehr zufrieden. Der Elektroantrieb sei ideal, da er geräuscharm ist. «Wir sind nämlich oft dann unterwegs, wenn viele Baslerinnen und Basler noch schlafen.» Die neuen Wischmaschinen können allerdings nicht wie die übrigen Elektrofahrzeuge an der Steckdose geladen werden. Für die Testphase nutzt die Stadtreinigung deshalb eine temporäre Ladestation.

«Wir rechnen damit, dass die neue Wischmaschine eine längere Lebensdauer haben wird als die bisherige.»

Thomas Wohlfender

Während der Znüni- und Mittagspause sowie über Nacht können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Fahrzeuge so bequem vor Ort laden. Eine besondere Herausforderung für die elektrischen Wischmaschinen stellte die diesjährige Fasnachtsreinigung dar. Während den «drey scheenschte Dääg» wurden ganze 420 Tonnen Material gesammelt. Zum Vergleich: Pro Jahr fallen durchschnittlich etwa 5000 Tonnen Wischgut auf Basels Strassen an. Aber auch mit dem neuen Elektroantrieb konnte diese Herkulesaufgabe problemlos gemeistert werden.

Elektrischer Antrieb lohnt sich

Gesamthaft betrachtet, ist das neue Fahrzeug nicht nur leiser und ökologischer, sondern auch wirtschaftlicher: «Wir rechnen damit, dass die neue Wischmaschine eine längere Lebensdauer haben wird als die bisherige.» Bis jetzt habe sich die Anschaffung der emissionsfreien Spezialfahrzeuge jedenfalls gerechnet. «Über die Jahre hinweg betrachtet, sind diese günstiger als solche mit Verbrennungsmotoren», erklärt Wohlfender. Die Vorteile der Elektromobilität liegen für das Tiefbauamt, zu dem die Stadtreinigung gehört, auf der Hand. Deshalb wird es wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtreinigung auf den leiseren, umweltfreundlichen Fahrzeugen unterwegs sein werden.