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Wertvolle Inspirationsquelle

IWB bindet ihre Kundinnen und Kunden seit Kurzem noch bewusster in den betrieblichen Innovationsprozess mit ein. So erhielt Sandra Merlin im Frühjahr die Möglichkeit, ihre Ideen in die Entwicklung eines neuen Produkts einfliessen zu lassen. Eine Erfahrung, welche die Pionierkundin jederzeit wiederholen würde.

Text: Güvengül Köz Brown; Bild: Christian Aeberhard

Als Daniel Düsentrieb, der alleine in seinem dunklen Kämmerlein eine Wahnsinnsidee ausgebrütet hat, sieht sie sich definitiv nicht, «denn ich habe das Basler Strom-Derby nicht erfunden, sondern lediglich Verbesserungsvorschläge eingebracht, damit auch ein jüngeres Publikum motiviert werden kann, Strom zu sparen», sagt Sandra Merlin bescheiden. Ihre strahlenden Augen verraten aber: Ein bisschen geschmeichelt fühlt sie sich schon. «Ja», gibt sie schliesslich zu, «es ist tatsächlich ein tolles Gefühl, dass meine Ideen zur Bekanntmachung des neuen Basil-Moduls ernst genommen und bei der Umsetzung berücksichtigt wurden. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass man als Aussenstehende bei einer Firma ein Wörtchen mitreden darf», sagt sie und lacht herzhaft.

 

Mitgestalten statt konsumieren

Gerade fortschrittliche Unternehmen nutzen immer öfter externe Wissens- und Ideenquellen als Chance für die Gestaltung und Verbesserung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Ganz nach dem Motto «mitgestalten statt konsumieren» werden unter anderem Partnerorganisationen und Lieferanten, aber auch vermehrt Kundinnen und Kunden in den Innovationsprozess mit eingebunden. Zum Beispiel, indem sie zu Workshops eingeladen werden, in denen sie Produkte testen, die kurz vor der Lancierung stehen oder die weiterentwickelt werden sollen. Bei IWB werden diese Personen Pionierkundinnen und -kunden genannt, «weil sie eben die Ersten sind, die mit unseren neuen Ideen in Berührung kommen», erklärt Joël Baumgartner, Leiter Innovation Management, die Namensgebung. «Das müssen nicht sehr viele Personen sein, eine repräsentative Zusammensetzung der Gruppe ist viel entscheidender. Innovationen entstehen schliesslich vor allem dann, wenn Menschen mit unterschiedlichem Alter und beruflichen Hintergründen aufeinandertreffen und im freien Austausch zahlreiche Meinungen und Perspektiven in die Entwicklung einbringen», so Baumgartner.

 

Mehrwert generieren

Seit Joël Baumgartner Leiter der neu geschaffenen Stabsstelle ist, hat er alle Hände voll zu tun, denn er muss das vorhandene Innovationspotenzial auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig aktivieren. Der Einbezug der Kunden sei zentral, «weil wir einerseits sicherstellen müssen, dass wir mit unseren neuen Produkten einen Mehrwert für sie schaffen und nicht an ihren Bedürfnissen vorbeidenken, andererseits aber auch weil wir wissen, dass in ihnen ein bislang unterschätztes Kreativpotenzial schlummert.» Vorbei seien die Zeiten, als nur die Entwicklungsteams in den einzelnen Abteilungen für neue Produkte zuständig gewesen seien. «Das heisst aber nicht, dass wir sie nicht mehr benötigen», betont er, «denn Kundinnen und Kunden wissen oft nicht, was technisch alles möglich ist. Deshalb müssen wir mit etwas Konkretem auf sie zugehen und ihnen danach die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen. Vor diesem Hintergrund gilt es, den Innovationsprozess optimal zu steuern und zu begleiten.»

Es sei zwar noch Zukunftsmusik, so Baumgartner, aber längerfristig könne es durchaus passieren, dass Pionierkundinnen und -kunden ein fester Bestand der Entwicklung werden. Derweil liefert Sandra Merlin schon die nächste konkrete Idee: Ein Kleber auf einem Wasserkocher mit der Aufschrift «Koche mit mir!» soll daran erinnern, dass dessen Verwendung fast halb so viel Strom benötigt wie ein Kochtopf auf dem Herd.

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