Kontakt

Hauptsitz IWB
Margarethenstrasse 40, 4002 Basel
Tel.: +41 61 275 51 11
E-Mail: info@iwb.ch

 

IWB CityCenter
Steinenvorstadt 14, 4051 Basel
Mittwoch bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 15:00 Uhr

Die Datenmeister

Drei Buchstaben, ohne die nichts geht. Für einmal ist nicht IWB gemeint, sondern GIS, das gerade für einen Energieversorger enorm wichtig ist. Michael Berteld, Leiter Dokumentation GIS bei IWB, weiss warum.

Text: Paul Drzimalla; Foto: Christian Aeberhard

 

Herr Berteld, was ist GIS und was macht Ihr Team?
GIS steht für «geografisches Informationssystem», also für die elektronische Dokumentation unserer Netzdaten mit Bezug zum geografischen Raum. So wissen wir exakt, welche Leitungen wo durchführen und erhalten wichtige Zusatzinformationen beispielsweise zu Material und Alter. So kann IWB gerade im Schadenfall schnell und auf sicherer Grundlage arbeiten. Das ist wichtig, denn die Leitungen verlaufen ja unsichtbar im Boden.

Womit beschäftigt sich Ihr Team an einem Arbeitstag?
Mit sehr vielem (lacht). Wir haben mit fast allen IWB Bereichen zu tun. Die Bauprojekte benötigen Plangrundlagen. Aus dem Betrieb kommen ständig kleinere Veränderungen wie Baumassnahmen bei Schäden, die wir dokumentieren. Wir messen vor Ort, nehmen die zugehörige Leitungslogik auf und dokumentieren diese mithilfe der Datenmodelle des GIS. Dafür gibt es klare Richtlinien, damit die Pläne verständlich und einheitlich bleiben. Und wir haben das Service Center Geodaten, das externe Anfragen, zum Beispiel von Architekten, beantwortet. Das ist unser Gesicht nach aussen.

Ihre Daten werden also von vielen genutzt?
Ja, der Nutzerkreis ist sehr gross. Da ist der Bereich Netzservice, der auf Grundlage der GIS-Daten dafür sorgt, dass unser Netz möglichst ohne Störung funktioniert. Das Engineering bezieht über eigene Schnittstellen auf Knopfdruck Daten für seine Planungs- und Projektierungsarbeit. Auch das Asset Management nutzt unsere Daten. Sie bewerten die Leitungen systematisch, um zu bestimmen, wann sie ersetzt werden müssen. Ein weiteres Beispiel ist der Bereich Finanzen. Unser Kapital liegt ja im Boden. Wir werten einmal jährlich die Längen und Mengen aller Bestandteile des IWB-Netzes aus. Damit weiss unsere Buchhaltung, was dieser Teil von IWB «wert» ist.

Wie verändert sich Ihre Arbeit?
Wir sind permanent in der Veränderung, schon durch die Systeme, die sich in der digitalen Welt immer schneller ändern. Und da wir auch Dienstleister sind, haben wir ein Interesse, den Mehrwert unserer Arbeit zu zeigen. Da eröffnet die Technik neue Möglichkeiten. Per Augmented Reality hoffen wir, bald durch die Kamera des Smartphones alle unterirdischen Leitungen in einer Strasse sehen zu können. Das ist keine Spielerei, sondern spart Aufwand und damit Geld. Denn auch wir müssen unsere Arbeit stetig optimieren. Dazu müssen die Daten von hoher Qualität sein, denn auf ihrer Grundlage entwickelt sich IWB weiter.


Digitaler Leitungsplan für die Zukunft – Stefanie Schweizer ist Geomatikerin bei IWB. Sie spricht über Ihre Aufgaben und die damit verbundene Digitalisierung.

Film: Christian Aeberhard