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Vertrauenswürdig und verständlich beraten

2 Personen im Beratungsgespräch
Wer im eigenen Haus auf Effizienz und erneuerbare Energien setzen möchte, hat viele Möglichkeiten. Die IWB Energieberatung hilft dabei, den Überblick zu behalten und individuelle Lösungen zu finden.

Text: Philipp Grünenfelder; Bild: Annette Fischer

Energie nutzen wir zu Hause sowie bei der Arbeit auf unterschiedliche Art und Weise. Die optimale Lösung zu finden, ist dabei manchmal gar nicht so einfach. Zudem müssen gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden, wie zum Beispiel das revidierte baselstädtische Energiegesetz (siehe unten). Beim Amt für Umwelt und Energie (AUE) des Kantons Basel-Stadt gibt es Fachpersonen, die den Überblick bewahren und mit einer kostenlosen Beratung eine Auslegeordnung machen. Soll der Weg noch weiterführen, übernimmt das Team der IWB Energieberatung.

Neue Energie im Team

«Wir haben uns unlängst neu formiert und verfolgen alle Entwicklungen mit Leidenschaft», sagt die Leiterin Evelyn Rubli voller Tatendrang, «sei es beim technologischen Fortschritt, bei neuen Förderangeboten und rechtlichen Grundlagen oder beim Wandel der Kundenbedürfnisse.» Tatsächlich vereinen sie und ihre Kollegen umfassendes Wissen und Erfahrung. Zum Beispiel wenn es darum geht, eine Öl- oder Gasheizung so zu ersetzen, dass die neue Lösung allen aktuellen Anforderungen und Möglichkeiten entspricht, zur Liegenschaft passt und möglichst ohne Mehrkosten installiert werden kann. «Unabhängig von der Aufgabenstellung ist es unser Anliegen, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen neutral und verständlich aufzuzeigen, wie sie den Lebens- und Arbeitsalltag energieeffizient und mit erneuerbarer Energie gestalten können», so die Expertin.

Klarheit statt Fachchinesisch

Dekarbonisierung heisst ihr wegweisender Fachbegriff. Oder in den Worten der Beraterin: «Wir verdeutlichen, welche Möglichkeiten jeder hat, den klimaschädlichen CO2-Ausstoss durch Erdöl und Erdgas zu reduzieren.» Auf diesem Weg begleite man Ratsuchende vom Heizungsersatz bis hin zur Gebäudesanierung. «Wenn vom Energiegesetz nicht sowieso vorgeschrieben, empfiehlt sich hier das Erstellen eines offiziellen Gebäudeenergieausweises inklusive Analysebericht und Empfehlungen (GEAK plus)», so Rubli. Damit ermitteln und analysieren sie und ihre Kollegen die aktuellen Effizienzwerte, halten aber auch konkrete Massnahmen fest, mit denen bei gleicher Qualität Energieverluste minimiert werden können. Die Beraterin rechnet vor: «Eine umfassende energetische Gebäudesanierung spart gut und gerne 70 Prozent der Energiekosten.»

Kleine und grosse Fussabdrücke

Daran haben auch Unternehmen grosses Interesse. Nicht zuletzt deshalb, weil sie von ihren Kundinnen und Kunden zunehmend nach dem ökologischen Fussabdruck beurteilt werden. «Für sie haben wir genauso passende Angebote, wie wir Tipps für Mieterinnen und Mieter bereitstellen. Denn Letztere hinterlassen zwar einen viel kleineren, aber genauso wichtigen Fussabdruck», unterstreicht Rubli. Vertrauenswürdige und verständliche Informationen für ein breites Publikum bietet auch der überarbeitete und erweiterte Webauftritt der IWB Energieberatung. «Damit machen wir einen zusätzlichen Schritt hin zu einem zukunftsweisenden und umfassenden Beratungsangebot, das Übersicht in den Informations- und Energiedschungel bringen kann», hofft sie und fügt schmunzelnd hinzu: «Falls dort trotzdem ein unverständlicher Fachbegriff auftauchen sollte, weiss nun die Leserschaft, an wen sie sich wenden kann.»

«Basel kann noch einen Schritt vorwärts machen»

Matthias Nabholz, Leiter des Amts für Umwelt und Energie, erklärt die wichtigsten Ziele und Auswirkungen des neuen Energiegesetzes.

Interview: Philipp Grünenfelder; Bild: zvg

Portrait Matthias Nabholz

Herr Nabholz, weshalb war eine Revision des Energiegesetzes von 1998 notwendig?

Die Technologie hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Das revidierte Gesetz trägt dieser Entwicklung Rechnung und damit auch den politischen Forderungen nach einer zeitgemässen gesetzlichen Grundlage für die Weiterentwicklung der Basler Energiepolitik.

Inwiefern geht das Gesetz darauf ein?

Wie bisher zielt es auf Energieeffizienz und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Neu soll der Anteil der erneuerbaren Energie deutlich gesteigert werden – insbesondere bei der Heizwärme- und Warmwasserproduktion –, denn auf diese entfallen 75 Prozent des Energieverbrauchs in den Basler Haushalten. Das heisst, beim Heizungsersatz sollen erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen, Holzfeuerungen oder Fernwärme zum Einsatz kommen, sofern dies technisch und wirtschaftlich vertretbar ist.

Werden Öl- und Gasheizungen verboten?

Nein, aber das Gesetz schafft Anreize zum Umstieg auf erneuerbare Systeme. Konkret heisst das, höhere Investitionskosten für ein erneuerbares System sollen mit Fördergeldern ausgeglichen werden. Wer dennoch auf fossile Wärmegewinnung setzt, muss die Energieeffizienz im Gebäude verbessern.

Hat das Gesetz Auswirkungen auf bestehende Förderprogramme, etwa für Gebäudesanierungen?

Nein, diese laufen wie gewohnt weiter. Neu muss aber für Bauten mit fossilen Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, ein GEAK plus (Gebäudeenergieausweis der Kantone mit Beratungsbericht) erstellt werden. Ein Instrument, das insbesondere bei älteren Liegenschaften hilft, frühzeitig Vorschläge für Sanierungsmassnahmen zu definieren, inklusive Kosten-Nutzen-Berechnungen.

Die Kosten sind das eine, wo ist der Nutzen?

Wohneigentümer investieren mit energetischen Massnahmen in den Wert ihrer Gebäude, für die Mieter bedeutet es in der Regel eine Steigerung der Wohnqualität, und der Nutzen für den Klimaschutz ist unbestritten. Der Umstieg auf hier gewonnene erneuerbare Energie ist auch ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Da kann Basel noch einen Schritt vorwärts machen.

Ein Team, viele Lösungen

Die wichtigsten Angebote der IWB Energieberatung im Überblick. Alle Dienstleistungen und ausführliche Informationen finden Sie unter www.iwb.ch/energieberatung.

Für Zuhause

Gebäudesanierung

  • Erstellen Gebäudeenergieausweis GEAK plus
  • Massnahmenempfehlungen mit Kosten-Nutzen-Berechnung
  • Unterstützung Beantragung Fördergelder

Heizungsersatz

  • Auswahl individuelles Heizsystem mit Finanzierungsplanung
  • Unterstützung Beantragung Fördergelder

Photovoltaik

  • Abschätzung Machbarkeit und Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Unterstützung Beantragung Fördergelder
  • Komplettangebot Sonnenbox

Für Unternehmen

  • Auf Unternehmensgösse und –abläufe angepasste Analyse, Optimierung und Entwicklung Energieeffizienzmassnahmen
  • Beratung Förderbeiträge

Das neue Energiegesetz ...

  • soll am 1. Oktober 2017 in Kraft treten.
  • will den Energieverbrauch dekarbonisieren: Der jährliche Anteil fossiler Energieträger (Erdöl und Gas) soll bis 2050 auf 1 Tonne CO2 gesenkt werden.
  • fördert beim Ersatz von Öl- und Gasheizungen einen Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme.
  • verlangt Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz um 20%, falls trotzdem eine Öl- oder Gasheizung eingebaut wird.
  • ermöglicht weiterhin Förderangebote bei Gebäudesanierungen und E-Mobilität.