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Besser gemeinsam als im Alleingang

Sauberes Trinkwasser, warme Heizung und zuverlässige Stromlieferung gehören ganz selbstverständlich zu unserem Alltag. Damit das so bleibt, muss IWB ihre Werkleitungen in regelmässigen Abständen erneuern. Für die detaillierte Bauplanung und -ausführung arbeitet sie eng mit dem Kanton zusammen.

Text: Güvengül Köz Brown; Bild: Christian Aeberhard

Strom, Wärme und Wasser sind stets verfügbar; fast wie die Luft zum Atmen. Hinter dieser scheinbaren Selbstverständlichkeit verbirgt sich jedoch eine verantwortungsvolle Aufgabe: Unterhalt, Pflege und Ausbau der Leitungen sind unabdingbar für die zuverlässige und sichere Versorgung. Dieser hohe Anspruch gilt für die gesamte städtische Infrastruktur. So müssen auch Strassenbeläge und Tramgleise nach intensiver und jahrzehntelanger Nutzung altersbedingt saniert respektive erneuert werden. Um diese notwendigen Erhaltungsmassnahmen und die damit unweigerlich verbundenen Baustellen besser zu koordinieren, hat der Kanton Basel-Stadt 2009 das «Geschäftsmodell Infrastruktur» ins Leben gerufen. Seither steuert die Koordinationskommission Erhaltungsplanung (KoKo-EP) des Tiefbauamtes alle umfangreichen Sanierungs- und Bauprojekte. Von der minutiösen Abstimmung der Bauarbeiten profitieren Anwohner und IWB Kundinnen: Nach einer umfassenden Sanierung ist sämtliche Infrastruktur in der Strasse neu und erst mal keine Baustelle mehr zu erwarten. «Damit das so bleibt, tragen sowohl die verschiedenen Ämter und Dienststellen des Bau- und Verkehrsdepartements als auch IWB, BVB, Swisscom und die Gemeinde Riehen ihre Daten in das webbasierte geografische Informationssystem des Kantons ein», erklärt Michael Fuchs, Leiter Engineering Versorgungsnetze IWB. Die Beteiligten markieren dort sämtliche Leitungen, Strassenbeläge oder Tramgleise, die sie in absehbarer Zeit sanieren wollen. Die Informationen werden danach gespeichert und auf einem digitalen Stadtplan visualisiert.

«Wenn möglich wollen wir alle Massnahmen an einem Ort gleichzeitig umsetzen. So vermeiden wir Doppelspurigkeiten in Planung und Ausführung – und vor allem unnötige Kosten.»

Michael Fuchs, Leiter Engineering Versorgungsnetze IWB

Kosten sparen

Diese digitale Übersicht ist die Grundlage für die inzwischen gut eingespielte Zusammenarbeit von Kanton und IWB. Die Kommission trifft sich einmal im Monat, um den Zeitpunkt und den Umfang der Projekte festzulegen. «Wenn möglich wollen wir alle Massnahmen an einem Ort gleichzeitig umsetzen. So vermeiden wir Doppelspurigkeiten in Planung und Ausführung – und vor allem unnötige Kosten», so Fuchs. Ein Beispiel ist die Elisabethenstrasse: Neben deren fussgänger- und velofreundlichen Umgestaltung umfasste das Grossbauprojekt auch gleich die etappenweise Erneuerung der Tramgleise sowie der unterirdischen Werkleitungen für Wasser, Strom, öffentliche Beleuchtung, Erdgas und Telekom. Auch die Interessen der Bevölkerung spielen bei Projekten dieser Grössenordnung eine zentrale Rolle. Dies erfordere begleitende Massnahmen, sagt Fuchs. Die Baslerinnen und Basler sollen wissen, wann und weshalb an einem bestimmten Ort gebaut wird. «Wir informieren im Vorfeld alle von der Baustelle direkt betroffenen Personen.» Sie erfahren unter anderem, welche Arbeiten stattfinden und wie lange diese dauern.

Kundenwünsche berücksichtigen

Die Planung ist detailliert und koordiniert. Die Verantwortlichen wissen dank digitalem Informationssystem meist schon Jahre vor den Bauarbeiten, wann und wo diese stattfinden werden. Für IWB bedeutet das viel Arbeit, denn das Versorgungsnetz umfasst immerhin rund 4000 Kilometer Wasser-, Strom-, Fern- wärme- und Erdgasleitungen. «Mein Team hat mit der detaillierten Planung und Projektierung von bevorstehenden Sanierungs- und Erneuerungsmassnahmen das ganze Jahr hindurch alle Hände voll zu tun», sagt Fuchs. In diese Gesamtplanung fliessen selbstverständlich auch Kundenwünsche ein, so etwa, wenn sie auf Fernwärme umsteigen wollen. Ganz nach dem Motto: Besser gemeinsam als im Alleingang.