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Teamarbeit für die nächsten Generationen

Gemeinsam mit Swisscom hat IWB in einem beeindruckenden Tempo rund 1600 Kilometer Glasfaserkabel im gesamten Stadtgebiet verlegt. Heinz Hediger und sein Team haben wesentlich zu dieser erfolgreichen Investition in die Zukunft beigetragen.

Text: Güvengül Köz Brown; Bild: Christian Aeberhard

An den Wänden hängen mehrere übereinanderlappende, farblich markierte Pläne. Auf einem Tisch liegen verschiedene Organigramme ausgebreitet und lassen personelle Veränderungen im Team erahnen. Und neben dem Computer steht ein Kabelausschnitt, aus dem Hunderte von haarfeinen Glasfasern herausquellen. Dass die Spuren des Arbeitsalltags in seinem Büro derart augenscheinlich sind, schmeichelt Heinz Hediger – berechtigterweise, denn wo gehobelt wird, fallen bekanntlich Späne.

«Uns allen war bewusst, dass wir an einem Projekt arbeiten, das Generationen begleiten wird.»

Jean-Pierre Zeyer, Leiter Anschlussnetze Telekom

Der 58-jährige Leiter Engineering Anschlussnetze erzählt von den Anfängen seiner Karriere bei IWB. Sie ist untrennbar mit dem Basler Glasfasernetz verknüpft: Gestartet hat er 2011, kurz nachdem der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt IWB damit beauftragt hat, in Basel mit der Kooperationspartnerin Swisscom ein flächendeckendes Glasfasernetz aufzubauen – im Fachjargon «Fibre-to-the-Home Rollout» genannt. «Als Leiter des Rollout-Teams war ich dafür verantwortlich, jeden Haushalt im Stadtgebiet mit Glasfaserkabel auszustatten», blickt der erfahrene Netzbauspezialist zurück. Eine Herausforderung, insbesondere weil IWB zu jenem Zeitpunkt erst noch genügend Mitarbeitende mit entsprechenden Erfahrungen rekrutieren musste. In kurzer Zeit konnte Hediger zunächst ein motiviertes Projektteam zusammenstellen. Besonders personalintensiv war die Einführungsphase, in der 30 Mitarbeitende für das Rollout-Team tätig waren. Besetzt wurden diese Stellen einerseits mit intern zusammengezogenen Fachkräften und andererseits mit versierten, temporär angestellten Expertinnen und Experten von Partnerunternehmen wie beispielsweise Ingenieurbüros. Heute ist das Kernteam fix in den Bereich Anschlussnetze Telekom integriert und umfasst fünf Festangestellte.

Anspruchsvoll und motivierend

Hediger und sein Team standen unter enormem Zeitdruck: Bis Ende 2017 sollten gemeinsam mit Swisscom rund 104 000 Glasfasernetzanschlüsse erstellt werden. «Entsprechend sind wir noch heute manchmal erstaunt darüber, wie wir das geschafft haben», sagt er lachend. Patrick Grosser nickt zustimmend. Er war vier Jahre lang für die Akquisition zuständig und ist heute Leiter Anschlussnetze Aufträge: «Nachdem das Umsetzungsgebiet zwischen Swisscom und IWB vertragsgemäss aufgeteilt und sämtliche Pläne erstellt waren, konnten wir die Anschlüsse nicht einfach
ohne Einwilligung der Eigentümerschaft in die Häuser ziehen.» Und solange IWB nicht eine bestimmte Anzahl an vertraglichen Zusagen hatte, konnte auch nicht mit den aufeinander abgestimmten Arbeiten begonnen werden. Grossers Team musste also mit jedem einzelnen Hausbesitzer und jeder einzelnen Hausbesitzerin Kontakt aufnehmen, sie über das Vorhaben informieren und davon überzeugen, dass der Aufbau des Glasfasernetzes eine Investition in Basels Zukunft ist. «Die ersten sechs Monate waren harzig», erinnert sich der gelernte Elektriker, denn «während sich jüngere Menschen auf die neuen Möglichkeiten freuten, waren ältere Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer anfänglich sehr skeptisch».

Anspruchsvoll war auch die Koordination mit den Vorhaben des kantonalen Tiefbauamts und mit anderen IWB-Bauarbeiten, damit die gleiche Strasse nicht mehrmals geöffnet werden musste. «Wir haben diese Synergien bewusst genutzt, um die Bau- und Betriebskosten so tief wie möglich zu halten», erklärt Heinz Hediger.

Auf zu neuen Ufern

«Tempi passati», findet Jean-Pierre Zeyer, der für die Projektierung zuständig war und heute Leiter Anschlussnetze Telekom ist. Für ihn war die Zeit im Rollout-Team einzigartig. «Vielleicht auch, weil uns allen bewusst war, dass wir an einem Projekt arbeiten, das Generationen begleiten wird.»

Heinz Hediger und sein Projektteam haben Basel in den letzten sieben Jahren fit für die Zukunft gemacht – trotz einer langen Kette von Abhängigkeiten. Und so schnell die drei Männer und ihre Kolleginnen und Kollegen die Stadt Basel in die Zukunft führten, so vorfreudig blicken sie nun ihren neuen Aufgaben entgegen.