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Punkto Nachhaltigkeit auf Kurs

IWB will ihre Geschäftstätigkeit konsequent nachhaltig gestalten und den eigenen ökologischen Fussabdruck weiter verringern. Dietmar Küther, verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement, erklärt im Interview, welche Ziele IWB bis 2018 erreicht hat und welche Nachhaltigkeitsziele das Unternehmen bis 2022 verfolgt.

Dietmar Küther, was hat IWB bis Ende 2018 punkto Nachhaltigkeit erreicht?

Dietmar Küther — Wir haben 2015 zunächst die für uns wesentlichen Handlungsfelder identifiziert, und zwar im Dialog mit unseren Anspruchsgruppen: unseren Kunden, Entscheidungsträgern und Meinungsführern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Im nächsten Schritt haben wir für die Handlungsfelder Ziele formuliert und in der Geschäftsleitung beschlossen. Einige dieser Ziele haben wir bereits erreicht, bei anderen sind wir gut unterwegs.

 

Handlungsfeld Reduktion CO2-Ausstoss: Wie weit ist IWB?

Wir wollen den CO2-Ausstoss des IWB-Energieabsatzes und den CO2-Ausstoss des Eigenverbrauchs bis Ende 2020 insgesamt um 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Das ist doppelt so viel wie das aktuelle Reduktionsziel der Schweiz. Diesen Wert haben wir 2018 mit minus 42 Prozent gegenüber 1990 schon übertroffen. Wir sind somit auf Kurs. Und ab 2019 reduziert der Betrieb des Holzkraftwerks HKW II den CO2-Ausstoss nochmal jährlich um ungefähr 19 000 Tonnen. Ende 2018 beschloss IWB für den Zeitraum bis 2030, den CO2-Ausstoss sogar um 67 Prozent gegenüber 1990 zu senken – ein sehr ambitioniertes Ziel in Anlehnung an die «Pariser Klimaziele».

 

Stichwort Arbeitgeberin IWB: Wie hoch ist der Anteil der Lernenden und Praktikanten heute?

Um uns als attraktive Arbeitgeberin am Markt zu behaupten und den Anteil der Lernenden und Praktikanten zu erhöhen, haben wir die personellen Ressourcen für deren Betreuung ausgebaut und das Marketing im Internet und auf Rekrutierungsplattformen verstärkt. In der Konsequenz stieg der Anteil Lernende 2018 auf 2.8 Prozent, der Anteil Praktikanten auf 3.6 Prozent.

 

100 Prozent erneuerbarer Strom aus Eigenproduktion, so lautete ein weiteres Ziel. Wurde es erreicht?

2018 hat IWB weiterhin in eigenen Kraftwerken mehr erneuerbaren Strom produziert als die IWB-Kunden verbrauchen.

 

Wo steht IWB in Bezug auf Innovation und Produktentwicklung?

Auch hier sind wir vorangekommen. IWB bietet seit 2017 im Contracting Energielösungen ausschliesslich auf Basis von erneuerbarer Energie an, zum Beispiel mit der Wärmebox und dem Sonnenbox Speicher. Letzterer wird auch vom WWF empfohlen. Die Bestandskunden überführen wir schrittweise von Öl- und Erdgassystemen auf Fernwärme und Wärmepumpenanlagen. Weitere Pilotprojekte und Innovationen sind in Prüfung oder in der Testphase, beispielsweise mit enerjoy.

 

Wie sieht es mit der Steigerung der Energieeffizienz aus?

Wir fördern im eigenen Netzgebiet gezielt die Energieeffizienz: unter anderem durch Informationsanlässe für Gebäudeeigentümer und das ausgebaute Energieberatungsangebot. Der Stromverbrauch unserer Kunden sank im vergangenen Jahr um mehr als 1.5 Prozent und der Wärmeverbrauch um über 0.5 Prozent. Ab 2019 haben wir das Ziel für mehr Energieeffizienz beim Wärmeverbrauch vervierfacht – auf 2 Prozent jährliche Reduktion.

 

Wie engagiert sich IWB für Natur- und Artenschutz?

Bei Beteiligungen an Wasserkraftanlagen setzen wir uns für einen natur- und artgerechten Betrieb und ökologisch sinnvolle Sanierungen ein. Die Sanierungsmassnahmen für das Kraftwerk Neuewelt wurden mit dem WWF abgestimmt; das Baugesuch für die Sanierung wurde 2018 genehmigt. Die Bauplanung des Kraftwerks Riehenteich findet bis Ende 2019 statt. Zukünftig will sich IWB noch stärker für Natur- und Artenschutz sowie Biodiversität einsetzen.

 

Wie sieht der Zeitplan für die Zertifizierung der Kraftwerke aus?

Wir haben bis Ende 2018 sichergestellt, dass unsere eigenen Wasserkraftwerke gemäss den Kriterien des Vereins für umweltgerechte Energie (VUE) betrieben werden. Die Biogasanlagen Heinfelde und Parum in Deutschland wurden 2018 «naturemade star»-zertifiziert. Das Kraftwerk Neuewelt und die Solarstrombörse Basel sind bis Ende 2020 zertifiziert.