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10 Jahre Holzkraftwerk Basel

Im Jahr 2003 war die Idee geboren, in Basel eine innovative Anlage zur Energieerzeugung in einer bis dahin nicht gekannten Grössenordnung zu bauen. Die Besonderheit an diesem Projekt lag im Brennstoff, der die Energie liefern sollte: Holzhackschnitzel aus der Region.

Hilfe zur Selbsthilfe

Wald erfüllt heute eine Vielzahl von Aufgaben: Für die Bevölkerung ist er Erholungs- und Freizeitraum, für die Umwelt erfüllt er Schutzfunktionen wie beispielsweise Luftreinigung oder Grundwasserschutz. Und für die Waldwirtschaft ist er eine wichtige Einkommensquelle, die zur Sicherstellung der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder dringend benötigt wird. Eine sinnvolle Bewirtschaftung, also Nutzung und Pflege der Wälder, beugt der Überalterung der Bestände vor. Mit dem geplanten Holzkraftwerk eröffnete sich eine neue Einnahmequelle für die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Denn durch die seit Jahren tiefen Holzpreise konnte die notwendige Bewirtschaftung der Wälder kaum mehr gedeckt werden. Mit der Gründung der Raurica Waldholz AG erhielten über 140 öffentliche und private Waldbesitzer die Möglichkeit neue Weichen für die Zukunft zu stellen.

Die Idee nimmt Formen an

Dass die Waldwirtschaft selbst die treibende Kraft hinter der Idee war, ein Holzkraftwerk in Basel zu errichten, verwundert kaum. Dass das Interesse an einer solchen Anlage bei Waldbesitzern, Naturschützern, Energieversorgern und Kommunalpolitikern gleichermassen gross war, bestärkte Ideengeber sowie künftige Investoren und Aktionäre gleichermassen in Ihrem ehrgeizigen Vorhaben.

So erfolgte am 15. Dezember 2005 die Gründung der Holzkraftwerk Basel AG durch die Aktionäre Raurica Waldholz AG, IWB und ebl. Das erklärte Ziel lautete, die künftig im Holzkraftwerk gewonnene Wärme in das Fernwärmenetz von IWB und die gewonnene Elektrizität in das Stromnetz für die Abnehmer IWB und ebl abzugeben.

Hohe Massstäbe

Nicht einmal neun Monate nach Baubeginn im Dezember 2007 produzierte das neue Holzkraftwerk bereits Wärme und Strom für Basel und die Region. Lastkraftwagen und Züge bringen seither die täglich rund 900 Kubikmeter Holzhackschnitzel aus den Wäldern, Sägereien, den Kompost- und Lagerplätzen der ganzen Nordwestschweiz nach Basel. «Eine Anlage wie das Holzkraftwerk ist nie fertig, immer wieder werden Möglichkeiten für die Optimierung geprüft, neue Technologien eingeführt», diesem Satz bleibt Florian Lüthy, Geschäftsführer Holzkraftwerk Basel AG, seit der Inbetriebnahme treu. Die Gesamtmengen der Energieproduktion wurden bis heute bei immer effizienterer Nutzung der Ressourcen stetig gesteigert. Im 2017 lag zudem die technische Verfügbarkeit der Anlage bei beinahe utopisch klingenden 100 Prozent (Geschäftsbericht 2017).

Das Erfolgsmodell wächst weiter

Der Plan ging auf, wie die vergangenen zehn Jahre zeigen: Umwelt und Waldwirtschaft profitieren gleichermassen von der Energieerzeugung aus Holzhackschnitzeln. Seit Inbetriebnahme des Holzkraftwerks konnten bereits rund 337 000 Tonnen des klimaschädlichen fossilen Kohlendioxids (CO2) eingespart werden. Mit den rund 170 Millionen Kilowattstunden Energie werden heute etwa 45 000 Haushalte und Betriebe beliefert. Die CO2-neutrale Gewinnung von Wärme hat sich bewährt: im November 2017 begann IWB mit dem Bau eines zweiten Holzkraftwerkes auf dem Gelände an der Basler Hagenaustrasse. Die Produktion soll noch vor Ende des Jahres 2018 starten.

Erstes «naturemade star»-zertifiziertes Holzkraftwerk

Der Verein für umweltgerechte Energie (VUE) verleiht nach eingehender Kontrolle für besonders ökologisch produzierte Energie das Qualitätszeichen «naturemade star».

Dass diese höchstmögliche Zertifizierung sowohl für die Wärme als auch für den Strom des Basler Holzkraftwerks verliehen wird, war schon ungewöhnlich. Die Auszeichnung eines ganzen Holzkraftwerks, war ein Novum.

 

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