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Rund um die Uhr einsatzbereit

Der Entstördienst von IWB ist sofort einsatzbereit, wenn Probleme und Störungen im Strom-, Erdgas-, Wasser- oder Fernwärmenetz auftreten – 24 Stunden am Tag, das ganze Jahr hindurch. Das war schon vor 40 Jahren so. Allerdings hat sich die Arbeit der Pikettmonteure deutlich gewandelt.

Montagmorgen, 7.00 Uhr, Werkhof Kleinhüningen. In den Büros des Pikettdienstes spuckt der Drucker Störmeldungen aus. «Sie kommen von der Netzleitstelle, bei der die Kundinnen und Kunden rund um die Uhr einen Stromausfall, einen Rohrbruch, Gasgeruch oder ein Problem mit der Heizung melden können», erklärt Pascal Jermann, Leiter Entstördienst Fernwärme-, Gas- und Wassernetze. Allein in seinem Team sind täglich zwei Monteure für die Behebung von Schäden an Wasserleitungen im Einsatz. Pro Woche melden sich bis zu 60 Kundinnen und Kunden, um auf undichte Trinkwasserleitungen aufmerksam
zu machen. «Dank doppelter Besetzung des Pikettdienstes können wir rasch und unkompliziert helfen und fast immer sind es Bagatellen», so Jermann.

 

IWB Monteurer reparieren eine Gasleitung

Reparatur einer bei Baggerarbeiten beschädigten Gasleitung.

Priorität Kundenkontakt

Egal, ob nur ein kleines tropfendes Leck oder eine grössere Überschwemmung: Nach dem Eingang einer Schadensmeldung legt der Pikettdienst umgehend das weitere Vorgehen fest. «Das geschieht immer in Absprache mit den betroffenen Kundinnen und Kunden», sagt Karl Spring, einer der diensthabenden Monteure an diesem Montag. Kaum hat er die erste Meldung aus dem Drucker gezogen und sorgfältig durchgelesen, zückt er sein Smartphone und wählt die Nummer des Hausbesitzers. Dieser meldete fünf Minuten zuvor, dass in seinem Keller die Wasserleitung tropft. Bevor sich Spring ins Auto setzt und losfährt, druckt er noch den detaillierten Werkleitungsplan der Liegenschaft aus, auf dem Durchmesser, Material und das Alter der Leitung angegeben sind. «Falls etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, habe ich schon die wichtigsten Informationen zur Hand», so der erfahrene Monteur. Glücklicherweise erweist sich der Schaden vor Ort im Bachgrabenquartier als unkompliziert, sodass er die Reparatur alleine vornehmen kann.

Eingespielte Organisation für Grossereignisse

Schwerwiegende Vorkommnisse gibt es in Basel selten. Komplexere Einsätze bleiben daher umso mehr in Erinnerung. So zum Beispiel ein Wasserrohrbruch in der Hochbergerstrasse vor einigen Jahren. Damals brach eine grosse Wassertransportleitung unter der Strasse, was innert Minuten zu einer regelrechten Überschwemmung der Hochbergerstrasse führte. In solchen Fällen kommt bei IWB der Ereignisstab zum Einsatz. Während der Pikettdienst die Versorgung der Kunden so rasch wie möglich wieder herstellt, arbeitet der sechsköpfige Ereignisstab eng mit der Polizei, Feuerwehr und kantonalen Behörden zusammen, damit alle notwendigen Massnahmen aufeinander abgestimmt sind. Damit IWB für Ereignisse dieser Grösse gewappnet ist, finden regelmässig Notfallübungen statt. Bei diesen Ereignissen zieht IWB auch spezialisierte Partnerunternehmen bei, um Leitungsschäden von der Strassenoberfläche aus punktgenau orten können. Anschliessend können Saugbagger die Leitung rasch freilegen, und die IWB-Monteure gehen unverzüglich ans Werk und reparieren den Schaden.

Saugbagger legt beschädigte Gasleitung frei

Ein Saugbagger legt eine bei Bauarbeiten beschädigte Gasleitung frei. Feuerwehrleute sichern die Arbeiten.

Vor 40 Jahren: Handarbeit und Funk

Wie heute auch stand vor 40 Jahren die Versorgung der Kunden an erster Stelle. Die Abläufe von der Meldung bis zur Beseitigung einer Störung waren jedoch völlig anders. Damals informierte die Netzleitstelle die Kollegen im Pikettdienst über Funk und die privaten Telefonanschlüsse. Leitungspläne des Schadensortes waren nur in der Netzleitstelle einsehbar, jedoch nicht vor Ort. Dort mussten die Männer die Leitungen oft in Handarbeit freischaufeln – bis ein Bagger an der Störungsstelle einsatzbereit war, vergingen Stunden. Lag die Schadensstelle nicht an vermuteten Ort, musste weiter gegraben werden. Heute gibt es verschiedene elektronische Hilfsmittel, um eine Störung genauer einzugrenzen und gezielt an der Leck- oder Schadensstelle zu graben, was mit dem Saugbagger nur Minuten dauert. Dadurch kann IWB Unterbrechungen der Energie- und Wasserversorgung deutlich schneller beheben als früher.

Die Zuverlässigkeit der Stromversorgung ermittelt seit einigen Jahren die Schweizerische Elektrizitätskommission (ElCom) mit  einheitlichen Kennzahlen. IWB schneidet dabei regelmässig sehr gut ab: Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Unterbruchsdauer pro Kunde der Stromversorgung Schweizweit rund 20 Minuten, im Versorgungsgebiet von IWB nur 6,5 Minuten.