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Drei Fragen zum Energieverbrauch

Energieverbrauch in der Schweiz
Spannende Antworten und interessante Fakten zum Energieverbrauch in der Schweiz.

Drei Fragen an Evelyn Rubli, Leiterin IWB Energieberatung

Wie hat sich der Energieverbrauch in Basel über die letzten zehn Jahre verändert?

Der Endenergieverbrauch blieb bis 2012 in einer ähnlichen Grössenordnung, erst 2014 ist eine deutliche Abnahme auszumachen. Rückläufig ist vor allem der Einsatz von Heizöl. Von 2010 bis 2014 betrug der Rückgang knapp 30%. Offensichtlich wurden Ölheizungen durch andere Energieträger substituiert. Ein gleichartiges Bild ist auch beim Erdgas zu beobachten. Auch beim Strom (-12%) und der Fernwärme (-18%) sind beim Verbrauch rückläufige Werte zu erkennen. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger dagegen steigt erfreulicherweise stetig. Zwischen 2010 und 2014 nahmen sie um 65% zu. Dazu tragen mit je einem Drittel die Energieträger Holz, Sonne und Umweltwärme bei.

Was für Auswirkungen hat die Energiestrategie 2050 des Bundesamtes für Energie (vgl. Abschnitt unten) auf das Verhalten der Konsumenten?

Die Energiestrategie basiert auf drei Stossrichtungen: Geordneter Atomausstieg, Ausbau und Förderung Erneuerbarer Energie und Reduktion des Energieverbrauchs. Die Energiestrategie 2050 gibt somit klare Ziele vor, die im Kollektiv erreicht werden müssen. Die Auswirkungen auf das Verhalten der Konsumenten sind sehr unterschiedlich. Während Liegenschaftseigentümer den Ausbau der Erneuerbaren Energie beispielsweise mit der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach aktiv mitgestalten können, ist die Reduktion des Energieverbrauchs bei Mietern herausfordernder. Es benötigt eine Veränderung ihres Nutzerverhaltens. Relevant ist hierbei neben der Belohnung durch geringere Energiekosten auch ausreichendes Wissen über Handlungsmöglichkeiten und die Überzeugung, dass man Energieeinsparungen tatsächlich erreichen kann. Hier kommt die Energieberatung ins Spiel. Wir unterstützen Mieter, Liegenschaftseigentümer und Unternehmer mit Verbrauchsanalysen, konkreten Energiespartipps und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

Was kann IWB dazu beitragen, damit die Energieeffizienz weiter gesteigert wird?

IWB fördert mit gezielten Massnahmen die Energieeffizienz. Dies beinhaltet Beratungsangebote und -dienstleistungen, die Kunden von IWB beim effizienten Einsatz von Strom und Wärmeenergie unterstützen. Zudem haben IWB und WWF Schweiz im Frühling 2016 eine mehrjährige Partnerschaft beschlossen. Beide Partner wollen sich gemeinsam für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung einsetzen. Dies auf Basis von naturverträglichen erneuerbaren Energiequellen und mit Dienstleistungen und Angeboten für mehr Energieeffizienz. IWB ist das erste Schweizer Energieversorgungsunternehmen, das sich im Rahmen einer Partnerschaft mit WWF zu ambitionierten Nachhaltigkeitszielen verpflichtet hat. Die mehrjährige Kooperation soll die Vorreiterrolle von IWB im Bereich erneuerbare Energie und Energieeffizienz weiter stärken. Zudem unterstützt IWB mit IWB Öko-IMPULS Projekte im Bereich erneuerbare Energie, Energieeffizienz und Umweltschutz.

237 Terawattstunden im Jahr 2016

2016 betrug der Endenergieverbrauch, d.h. der nach Energiewandlungs- und Übertragungsverlusten übrig gebliebene Teil der Energie, in der Schweiz rund 237 Terawattstunden (TWh). Dies bedeutet eine Zunahme um 1.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Bundesamt für Energie, Gesamtenergiestatistik 2016). Neben der positiven Wirtschaftsentwicklung und dem anhaltenden Bevölkerungswachstum ist die kühlere Witterung im 2016 ein wichtiger Grund dafür.

Die Energie stammt dabei nach wie vor mehrheitlich aus nicht erneuerbaren Quellen: Rund zwei Drittel werden aus fossilen Energieträgern (Treibstoffe, Erdölbrennstoffe, Erdgas) gewonnen, ein Drittel decken die Elektrizität sowie übrige erneuerbare Energieträger ab.

Je ein Drittel für Haushalt, Wirtschaft und Verkehr

Die Bereiche Haushalte, Wirtschaft (Industrie und Dienstleistungen) und Verkehr verbrauchen je rund ein Drittel der Endenergie. Dabei haben der Bevölkerungswachstum und die wirtschaftliche Entwicklung dazu beigetragen, dass schweizweit gesehen in allen Bereichen in den vergangenen Jahren immer mehr Energie verbraucht wurde.

In den Haushalten wird über 80 Prozent der Energie für Heizen und Warmwasser benötigt. Ob der Winter kalt oder eher mild ist, hat deshalb einen grossen Einfluss auf den Energieverbrauch. Die restlichen 20 Prozent der Energie im Haushalt werden in Form von Elektrizität für Licht und Haushaltsgeräte benötigt.

Zum Bereich Verkehr gehört der private und öffentliche Transport auf Strassen, auf Schienen, auf dem Wasser und in der Luft. Dabei werden nach wie vor hauptsächlich fossile Brennstoffe (Benzin, Diesel und Kerosin) verbraucht. Nur für den Schienenverkehr und bei Elektrofahrzeugen wird Strom als Energiequelle verwendet.

Im Bereich Wirtschaft wird für Industrie und Gewerbe Energie vor allem für das Betreiben von Maschinen und für das Wärmen und Kühlen in Prozessen benötigt. Dabei werden fossile Energieträger sowie Strom eingesetzt. Der Dienstleistungssektor (Gastronomie, Handel, Gesundheitswesen, Banken, Versicherungen und Verwaltung) verwendet 60 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser, den Rest für Beleuchtung, Geräte und Haustechnik.

Energiestrategie 2050

Am 21. Mai 2017 hat das Schweizer Stimmvolk Ja zum revidierten Energiegesetz gesagt. In Folge dieser Abstimmung ist die Energiestrategie 2050 per 01.01.2018 in Kraft getreten. Deren drei Säulen lauten: Ausstieg aus der Kernenergie, Ausbau der erneuerbaren Energien und Steigerung der Energieeffizienz. Die Energiestrategie 2050 wird den Energieverbrauch und das Verhalten der Konsumenten zukünftig massgeblich mitbeeinflussen.

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