http://www.iwb.ch/de/unternehmen/projekte/windpark_challhoechi/

Windpark Challhöchi

Machbarkeitsstudie zu Windpark auf dem "Chall"

Derzeit untersucht IWB die Machbarkeit eines Windparks im Gebiet "Challhöchi" bei den Gemeinden Burg, Kleinlützel und Röschenz. Nach ersten Abschätzungen könnte dort ökologischer Strom aus Windkraft für rund 10000 Haushalte produziert werden.

Standort gut geeignet
Das Projekt ist Teil der Strategie von IWB zum Aufbau von Beteiligungen in erneuerbare Energieprojekte im In- und Ausland. Die Challmatte liegt im Grenzgebiet der Kantone Baselland und Solothurn. In den Richtplänen ist das Gebiet beim Challpass bislang nicht als möglicher Standort für Windkraftanlagen ausgewiesen. Erste Abklärungen von IWB zeigen jedoch, dass die Challhöchi viele Voraussetzungen für einen guten Standort erfüllt: Der Standort ist weit entfernt zu Wohngebieten, er ist verkehrstechnisch gut erschlossen, das Gebiet ist kein Naturschutzgebiet und weist gute Windverhältnisse auf. Zudem bieten sich in der Umgebung verschiedene Möglichkeiten, den in einem Windpark produzierten Strom ins Netz einzuspeisen.

Erste Anwohnerorientierung 2010
IWB hat darum Kontakt zu den Gemeindeverwaltungen von Burg, Kleinlützel und Röschenz aufgenommen, um deren grundsätzliche Haltung zu dem Projekt zu erfahren. Am 18. 19. und 21. Oktober 2010 hat IWB ihr Vorhaben der Bevölkerung in den drei betroffenen Gemeinden vorgestellt. Die Unterstützung und Zustimmung der Gemeinden ist für das Projekt von entscheidender Bedeutung.

Aktueller Stand
Auf einer Informationsveranstaltung in Röschenz hat IWB im November 2012 die lokale Bevölkerung über den aktuellen Stand der Planungen des Windparks Challhöchi orientiert. Basierend auf einem Windgutachten hat IWB einen möglichen Windpark entworfen, der bei minimalen Eingriffen in die Natur einen maximalen Stromertrag ermöglichen würde.

Aus dem Windgutachten ergibt sich, dass weniger, dafür leistungsstärkere und höhere Turbinen ideal für den Standort im Wald sind. Weniger Turbinen bedeuten weniger Eingriffe in die Natur und weniger Belastungen in der Bauphase. Mit den in der Höhe stark ansteigenden Windgeschwindigkeiten lohnt es sich, höhere und grössere Turbinen einzusetzen.

Im kantonalen Richtplan des Kantons Basel-Landschaft ist das Gebiet als eines der Potenzialgebiete für die Windenergie aufgenommen.

Fünf Turbinen
Die Planungen von IWB sehen jetzt fünf Turbinen mit einer Nabenhöhe von 140 Meter und einem Durchmesser von etwa 120 Meter vor. Die maximale Leistung solcher Turbinen beträgt drei Megawatt. Je nach gewähltem Turbinentyp könnten auf der Challhöchi nach dem gegenwärtigen Stand der Planungen jährlich 25 bis 31 Gigawattsunden (25 bis 31 Millionen Kilowattstunden) Strom produziert werden. Das entspricht rund 17 Prozent des Stromverbrauchs des gesamten Laufentals.

Vogelschutz
Mit einer im vergangenen Jahr von der Vogelwarte Sempach durchgeführten Brutvogeluntersuchung ist IWB Hinweisen von Ornithologen auf Brutplätze von Wanderfalken nachgegangen. Die Erkenntnisse aus der Studie hat IWB berücksichtigt, indem sie nun für die einzelnen Turbinen Standorte vorschlagen, die mindestens einen Kilometer von den Brutplätzen entfernt sind. Damit will IWB eine mögliche Gefährdung der in der Fachwelt als schweizweit einzigartig gerühmten Wanderfalken-Population minimieren.

Bei einer Fortsetzung des Projektes wird IWB im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung umfassende Studien über Zugvögel, Fledermäuse und die weitere Flora und Fauna erstellen, um mögliche Belastungen der Umwelt zu minimieren.

Zeitrahmen

Die Machbarkeitsstudie wird etwa ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen. Dann könnte das ordentliche Bewilligungsverfahren starten. Bis zur Realisierung der ersten Anlagen muss man mit sieben bis acht Jahren, also bis ca.Ende 2018 rechnen.